Samstag, 26. März 2011

Wie hältst du's mit dem Patriotismus, Genosse? (das leidige Lechts-Rinks-Schema)

Im Kommentarbereich hat mich ein Leser aufgrund einiger von ihm hier gesichteter Indizien als "sehr deutsch-patriotisch gesinnt" verortet, was ja im derzeit gültigen politischen Einordnungsraster impliziert, dass ich wohl ein Rechter wäre.

Hm, wie soll man damit umgehen? Es unkommentiert stehen lassen, oder sich dagegen verwehren? Vielleicht auch die dämliche Entschuldigungsfloskel bemühen "Also ich bin ja eigentlich auch nicht rechts, aber..."?

Nö, ich versuche es mal mit einer Erklärung.

Bin ich "stolz darauf ein Deutscher zu sein"? Jein. Derzeit ist es auch oft beschämend, Angehöriger dieses Angst- und Panikvölkchens zu sein. Dieses Volk findet einfach nie eine gesunde Mitte. Es pendelt gern irrational von einem Extrem ins Andere und neigt zu aberwitzigen Kapriolen. Gesund ist sowas nicht, und Berechenbarkeit für die Nachbarn sieht auch anders aus.
Andererseits sind es vielleicht auch diese ständigen Potentialunterschiede die es bewirkt haben, dass dieses Land so hochentwickelt ist, wie es nunmal im Hier und Jetzt dasteht. Unsere Geschichte besteht halt nicht nur aus Hitler und zwei Weltkriegen. Einiges zur wissenschaftlich-technischen und medizinischen Entwicklung der Welt haben eben auch helle Köpfe aus Deutschland beigetragen, und sie tun es auch jetzt.

Bin ich patriotisch? Sicherlich. Ein bisschen natürlich auch im vaterlandsliebenden Sinne (s.o.), aber vor allem in der Weise, dass ich mich wie jeder diversen Gruppen zugehörig fühle, deren Werte ich teile und selbstverständlich auch verteidige.
Ganz einfach gesagt ist mir das Hemd näher als der Rock, aber trotzdem verbindet mich mit jeder dieser "Schalen" etwas. Jede dieser schalenbildenden Gruppen steht für eine bestimmte Teilmenge an Werten, die evolutionär darin gewachsen sind. Eben aus der Historie heraus, von "den Vätern" (patria) und Müttern so geformt.

So bin ich Familienpatriot, Regionalpatriot, Deutscher und Europäer, aber eben auch Angehöriger des Christlich-Jüdischen Abendlandes. Alles darüber hinausgehende steht mir kulturell eindeutig ferner, was mich aber nicht dazu verleitet "meine" Kultur unbedingt als die höherwertige anzusehen, sondern eben nur subjektiv als "die meine", unsere, oder "die hiesige".
Entscheidend sind aber immer die konkreten Individuen, von denen ich mich auch in meiner abstrakten Gruppe viel mehr unterscheiden kann, als von Individuen aus anderen Gruppen.

Die oben genannten Gruppen habe ich mir natürlich nicht ausgesucht (mit Ausnahme meiner geliebten Frau). Ich bin da reingeboren, wurde dort sozialisiert, und bin einfach nur ein kleines Teilchen des Ganzen.
Aber es gibt auch Gruppen, die ich mir selbst gewählt habe. So bin ich zum Beispiel auch patriotisch meiner Berufsgruppe verbunden, weil ich dieser halt durch gemeinsames Wissen und Erfahrungen verbunden bin. Ärzten, Juristen, Naturwissenschaftlern, sowie Tischlern und Dachdeckern wird es genauso gehen.

Es gibt aber auch die politische Grundausrichtung, wo wir dann beim Lechts-Rinks-Schema sind. Bin ich nun, wie im Kommentar impliziert, rechts?

Würde es nur das rechts-links-Schema geben, dann wäre ich das wohl, weil ich mich explizit nicht links einordnen möchte. Ich war lange genug Wohlfühllinker und SPD-Stammwähler, bis ich die Diskrepanz zwischen linkem Feelgood-Wollen und linkem Tun (sowie dessen Ergebnissen) für mich nicht mehr auflösen konnte.

Linke Politik führt zwangsläufig zu Gleichmacherei, Bürokratie, Planwirtschaft, Nivellierung auf kleinstem gemeinsamen Nenner und damit zu allgemeiner Verarmung. Finanziell, ökonomisch, wissenschaftlich und moralisch führt linke Politik langfristig in den Orkus (oder wie es F.A. von Hayek ausdrückt - in die Knechtschaft).

Ganz exemplarisch konnten wir das ja beobachten als die internationalen Sozialisten in der DDR ihr Himmelreich errichteten, und als die nationalen Sozialisten aus Deutschland ein Reich des Bösen formen konnten. Weder ging es den Arbeitern und Bauern unter den Kommunisten in der DDR besser, noch hatten "die Deutschen" ein besseres Leben unter den Nazis.

Nee, auch wenn ich mich durchaus als guten Menschen bezeichnen würde. Linkes Hinarbeiten auf eine "gute Sache" fällt aus, da es in Unfreiheit und Verderben führt.

Also doch rechts? Auch nicht, obwohl mich konservative Werte wie Verlässlichkeit, Treue und Beständigkeit durchaus faszinieren. Rechts, im Sinne von Konservativ, ist mir aber auch irgendwie zu eng. In seiner Beständigkeit und dem Verharren auf tradierten Werten dann doch zu unbeweglich und zu langsam.
Bei extrem konservativen Kernthemen wie z.B. dem Recht auf Abtreibung oder dem Umgang mit Homosexuellen bin ich auch absolut nicht auf Seiten der Rechten. Beim Recht auf privaten Waffenbesitz gesetzestreuer Bürger bin ich aber mit ihnen d'accord.
Außerdem ähneln extrem konservative Menschen in ihrem "zurück zu den Wurzeln" und ihrer latenten Technikfeindlichkeit auch schon wieder den sehr linken "Alternativen" mit eben ihrer Technikfeindlichkeit und ihrem "Back to the Roots". Naturmedizin, biologischer Landbau, Leben im Einklang mit der Natur sind sowohl Rechtsaußen-, wie Linksaußen-Themen.

Ja wat denn nu? Na, nichts von beiden! Wenn eine politische Bewegung gleich einen ganzen Staat oder eine Gesellschaft in irgendeine Richtung drängen will, dient sie selbstverständlich den Partikularinteressen ihrer Führer und ihrer Anhänger. Der ganze Rest fällt auf der anderen Seite runter, je mehr die jeweils äußeren Positionen näherrücken. Und da geht die Chose nunmal hin, weil es keinem Linken links genug, und keinem Rechten rechts genug sein kann. Da haben wir wieder die den Deutschen immanente Neigung zu Extremen in all ihrem Perfektionismus.

Gerecht kann eine Gesellschaft nur sein, wenn sie den Individuen (die sie ja bilden) größtmögliche persönliche Freiheit zugesteht. Diese Freiheit endet erst dort, wo sie die Freiheit anderer Individuen einschränken würde. Ganz einfach.

Da der Staat nun einmal das Gewaltmonopol inne hat (die Bürger haben ihm dies zugestanden, nachdem sie überhaupt erst einmal realisiert hatten, dass es ohne übergeordneten Staat nicht geht), muss dieser Staat auch neutral sein und darf nicht von "Bewegungen" gekapert werden.
Er hat lediglich die Aufgabe, die individuellen Freiheitsrechte seiner Bürger zu schützen und Chancengleichheit für alle diese Bürger zu gewährleisten.

Dieses Konzept heißt Liberalismus und hat leider keine starke Lobby in diesem Lande. Hier rennen unverständlicherweise immer wieder zu viele irgendwelchen Heilsversprechern hinterher, und lassen sich "für eine gute Sache" begeistern, die sie aber letztendlich selbst in Abhängigkeit und Unfreiheit führt.

Kommentare:

  1. Naja, so einfach ist es wohl nicht. Da haben wir z.B. den Kapitalismus, der fraglos auch Ungerechtigkeiten produziert und mit dem der Liberalismus (bisher) immer verbunden war/ist.

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  2. Na zum Glück! Ich bin ja in völliger Abwesenheit von Kapitalismus aufgewachsen, und das war echt nicht unbedingt so dolle. Können sie sich planwirtschaftlich belieferte Läden vorstellen, in denen man nur das Nötigste kaufen kann? Können sie sich eine Schule vorstellen, in der von einem Tag auf den anderen viele Kinder auf einmal die gleichen Anoraks anhaben, weil es Tags zuvor Anoraks zu kaufen gab?

    Glauben sie mir, es ist nicht schön, wenn man den bunten, kapitalistischen Westen jeden Tag im TV sehen kann, sich aber all die tollen Spielsachen, leckeren Snacks, Schallplatten und Geräte nicht kaufen kann, weil es sie in deiner Welt nicht gibt.

    Wer den Kapitalismus mies und ungerecht findet, hat entweder nie im Sozialismus gelebt, oder hat ein verdammt schlechtes Gedächtnis.

    Aber welche Ungerechtigkeiten meinen sie denn eigentlich genau?

    Beste Grüße, Calimero

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  3. Bamm. Das Schema hat wieder zugeschlagen.

    Ich glaube Ihnen ja und möchte den Sozialismus auch nicht wiederhaben.

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  4. Hm, ich kann die ganzen Anonymusse nicht auseinanderhalten. Wäre schön, wenn wenigstens ein wiedererkennbarer Name drunter stehen würde.
    So kann ich nicht vernünftig antworten.

    Vielleicht sollte ich die Anonym-Postings lieber doch nicht zulassen, aber ich wollte damit ja eigentlich die Kommentierung erleichtern.

    Also bitte, liebe Anonymusse ... macht es mir nicht unnötig schwer, ja?

    Beste Grüße, Calimero

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  5. Ja das dumme Rechts-Links-Schema.

    Hier ist eine Testfrage:
    halten Sie den Begriff "geistiges Eigentum" in Internetzeiten noch für berechtigt? Oder sollte das Urheberrecht gründlich reformiert werden?

    Sollte man "geistiges Eigentum" wie wir es kennen vielleicht sogar ganz abschaffen? Oder zumindestens weitestgehend liberalisieren?

    Was soll man vom sogenannten "Leistungsschutzrecht" halten, welches Presseverlage in die deutsche Gesetzgebung einbringen wollen?

    Sollten "illegale Downloads" weitestgehend legalisiert werden?

    Was ist bei diesen Fragen nun ein linker oder ein rechter Standpunkt?

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  6. Eine Testfrage? Das sind ja gleich mehrere! Und das Leistungsschutzrecht-Gesetz kenne ich z.B. gar nicht. Auch die linksrechts-Standpunktfrage kann ich nicht beantworten, aber meinen eigenen kann ich eventuell darlegen.

    Die Rechte an geistigem Eigentum gehören selbstverständlich dem Urheber. Er hat ja schließlich Zeit und Arbeit, vielleicht Geld darin investiert und nur ihm obliegt es nun, zu entscheiden wer (und evtl. für welchen Obolus) dieses Eigentum nutzen darf. Ansonsten, ohne Rechtssicherheit, wäre der Anreiz für die Ausübung dieser Tätigkeiten ja weitgehend verschwunden.

    Es darf halt nicht nur Hobbyblogger geben, sondern auch professionelle Journalisten. Und auch Musiker müssen von irgendwas leben. Wenn sie ihre Musik verschenken wollen und nur noch von Konzerteinnahmen leben können - bitteschön. Jeder, wie es ihm passt. Aber illegale Downloads und Raubkopien sind halt Diebstahl geistigen Eigentums.

    Schwierig wird es allerdings bei ererbten Rechten. Da kann der Urheber ja nicht mehr gefragt werden. Wenn da also ein Nachlassbegünstigter sein Erbe verschlampt oder versteckt, dann kann das Eigentumsrecht m.E. ruhig erlöschen.

    Nee, also grundsätzlich ist das Recht auf, und der Schutz von Privateigentum ein ganz zentraler Punkt, der auch nicht durchs Internet obsolet geworden ist.

    Beste Grüße, Calimero

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  7. Anonym 1: Zum einen ist Kapitalismus ein durch Marx gepraegter Kampfbegriff. Zum anderen ist Marktwirtschaft - im Gegensatz zu vielen anderen spinnerten Gesellschaftsstrukturen - kein Reissbrettprodukt, sondern ein System, das sich evolutionaer entwickelt hat.
    Dass es in vielen Faellen ungerecht zu sein scheint, stimmt zwar, aber das Leben ist an sich nicht gerecht und nicht jeder hat die gleichen Faehigkeiten und Motivationen. Hier alle um der "Gerechtigkeit" willen ueber einen Kamm zu scheren, fuehrt letztenendes nur zu Gleichmacherei und in diesem Falle staatlich sanktionierten Ungerechtigkeiten.

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  8. Echte Marktwirtschaft ist (im Gegensatz zu ihren Deformationen durch Staatsinterventionismus, bis hin zur Planwirtschaft) per se immer gerecht, da sie durch freiwillige Vertragsbeziehungen zustande kommt. Und da ich nun mal was dagegen habe, Menschen zu bevormunden und zu enteignen (indem ich ihnen z.B. vorschreibe, daß sie Produkt X zum Preis Y kaufen bzw. verkaufen müssen), kann ich keine Ungerechtigkeit darin erblicken, daß der Verkäufer einen möglichst hohen und der Käufer einen möglichst niedrigen Preis haben will.

    Der Staat hat m.E. nur dort einzugreifen, wo das freie Spiel von Angebot und Nachfrage eben nicht funktioniert, weil (sachlich illegale, nur oft schwer beweisbare) Einschüchterung oder eine Monopolstellung den Markt verzerrt. Das reicht praktisch immer.

    Nur: von diesem Zustand sind wir durch den Regulierungswahnwitz unserer Behörden und Parlamente lichtjahreweit entfernt!

    Noch ein Wort zum »Kapitalismus«: wer ihn schmäht, muß die Alternativen benennen: das, was davor war (z.B. vom Feudalismus bis zur steinzeitlichen Subsistenzwirtschaft zurück) kann mich nicht davon überzeugen, daß ein Mensch mit intaktem Hirn lieber so als »kapitalistisch« leben wollte. Und das, was danach als »bessere Wirtschaftsform« erfunden wurde (im Wesentlichen heißt das: Sozialismus, egal ob in seiner nationalen oder internationalen Variante), sollte sich für jeden ebenso schlüssig disqualifizieren.

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  9. Den Arbeiter- und Bauern ging es sehr wohl besser. Hört sich jetzt links an, entspricht aber der Realität. Man muß sich nur mal die Mühe geben, sich mit denen zu unterhalten, die in verschiedenen Gesellschaftsordnungen lebten. Die Bauern, zum Beispiel, die in der LPG organisiert waren, konnten Urlaub über mehrere Wochen machen. War vorher unmöglich, weil das Vieh ja versorgt werden musste. Wie das Ganze finanziert wurde, das ist wieder ein anderer Part.

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  10. Ja, den Bauern ging es besser. Der Opa meiner Frau konnte "seine" Kirschen im Konsum für weniger Geld kaufen als er bei der Anlieferung dafür erhalten hatte, wie lange so ein System ohne Zuschuß vom Klassenfeind funktionieren kann, darf jeder mal schätzen. Wie lange es mit klappte ist ja bekannt.

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  11. Bergsträßer:Der Opa meiner Frau konnte "seine" Kirschen im Konsum für weniger Geld kaufen als er bei der Anlieferung dafür erhalten hatte,

    Das ist ein tolles Geschäftsmodell: der Opa verkauft, die Oma kauft und schenkt die Kirschen dem Opa und so werden aus 50 Kg schnell eine Tonne, die Planvorgabe ist übererfüllt und die Versorgung mit Kirschen ist gedeckt.

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  12. Also ich denke die Amerikaner sind noch extremer. Man denke mal an den Kommunistenwahn in den 50 er Jahren. Und nun das mit den Terroristen ist ja wohl auch eher übertrieben. Und wenn ich Guantanamo sehe dann kann ich nur sagen, gut das ich kein Amerikaner bin...

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  13. Lieber Karl-Eduard,

    dass mit den Bauern ist ein guter Punkt. Ja, man sollte annehmen, dass es für die eine feine Sache war, auch mal Urlaub nehmen zu können.
    Anfangs war das bestimmt auch so, aber ich kenne die DDR-Landwirtschaft ja erst ab den 80-er Jahren. Wir hatten auch zwei große LPG bei uns am Ort. Eine "Pflanzen-" und eine "Tierproduktion". Die meisten, die dort arbeiteten hatten den Beruf des "Agrotechnikers/Mechanisators", "Tierpflegers", oder "Landmaschinenschlossers" gelernt und begriffen sich eher nicht als Bauern.

    Die die noch richtige Bauern waren, haben in der LPG zwar ihr monatliches Grundeinkommen (das war auch nicht so richtig viel) und ihre Sozialversicherung verdient, aber ihr Hauptinteresse galt der Kleinwirtschaft daheim.

    Ich weiß nicht, ab wann die DDR-Führung diese subventionierte Kleinbauerntätigkeit erlaubt hatte, aber sie musste es wohl tun, weil die landwirtschaftliche Großplanwirtschaft doch nicht die gewünschten Erträge brachte.
    Naja, jedenfalls hatten die Bauern mit Urlaubsanspruch daheim alle irgendwelche Viecher im Stall. Und um die zu versorgen war halt wieder einiges an Futterpflanzenanbau auf dem privaten Acker notwendig. Die haben sich also doch wieder auf ihr privates kleines "Gut" konzentriert und konnten somit auch nicht in den Urlaub fahren.

    Ich stamme ja selbst nicht aus einer Bauernfamilie, aber wir hatten auch ein bissl Kleintierwirtschaft um etwas Geld dazu zu verdienen. Oma hat Hühnereier verkauft, und meine Eltern hatten immer so zwischen 20 und 40 Karnickel im Stall. Am Wochenende durfte der kleine Calimero dann die ganzen Ställe ausmisten, und ab und zu war familiäre Großaktion auf dem Acker dran (Kartoffeln, Rüben, Heu- und Grasmahd).

    Hätten wir Bananen anbauen können, wären wir richtig reich geworden. :-D

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  14. Nachtrag zu oben: Ich glaube am meisten Geld konnte man damals mit Gurken und Spargel verdienen. Ich habe auch so manche Stunde mit Spargelstechen verbracht, und man konnte auch komplette Lehrerfamilien nach der Schule mit hochgerecktem Hintern auf ihrem Gurkenacker beobachten.
    Heute gar nicht mehr vorstellbar. Lehrer, die sich mit Feldarbeit was dazuverdienen. ;-)

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  15. Calimero,
    die Testfrage betreffs geistigen Eigentums habe ich aus einem ganz bestimmten Grund gestellt.

    Ihre Antwort wäre auch die Antwort der Gewerkschaft Verdi oder die von Jakob Augstein gewesen.

    Das Rechts-Links-Schema lässt sich bei diesem Thema also nicht in der uns gewohnten Art anwenden.

    Meine persönliche Meinung wäre übrigens, dass wir den Begriff des geistigen Eigentums neu definieren werden müssen.

    Es gibt nämlich bei "Diebstahl von geistigem Eigentum" in breitesten Schichten der Bevölkerung nicht das allergeringste Unrechtsbewusstsein.

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  16. Lieber Reiner,

    wie wollen sie denn den Eigentumsbegriff neu definieren? Wenn Verdi das so ähnlich sieht wie ich, dann muss das ja nicht deshalb falsch sein, oder?

    Und, naja, also Jakob Augstein kann sein geistiges Eigentum ruhig behalten. Das würde doch kein denkender Mensch ernsthaft haben wollen.

    Grüße, Calimero

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  17. Calimero,
    das geistige Eigentum von Augstein brauch ich auch nicht dringend.

    Allerdings glaube ich kaum, dass wir in Zukunft darum rumkommen werden das existierende Urheberrecht an die neuen Verhältnisse anzupassen.

    Aber sowas kann man ja bei einer sich bietenden Gelegenheit in irgendeinem der "rechten" (im Sinne von "richtigen") Blogs diskutieren.

    Schönen Sonntag noch
    Reiner

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  18. Ey, jetzt bin ich aber beleidigt! Ist das hier kein "richtiger" Blog? *grmpf* :-(

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  19. aka Anonym 1

    @Schlens: Es ist Ihnen vielleicht entgangen, aber Marktwirtschaft kommt auch nicht ganz ohne staatliche Regulierungsmaßnahmen und Gewaltverhältnisse aus. Diese Maßnahmen werden sehr wohl am Reißbrett entworfen. Deswegen taugen sie auch meistens nichts oder bestenfalls für eine kurze Weile. Den von Ihnen beschworenen immerwährenden Gegensatz von Markt und Staat gibt es deshalb ebenso wenig wie eine "echte" Marktwirtschaft (Le Penseur).

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  20. Das ist ein richtiger Blog und zwar ein richtig guter.
    Sehr schöner Beitrag, kann ich auch für mich so unterschreiben.
    Übrigens, bei fact-fiction.net musste (konnte?) man auch immer mit einer nicht veröffentlichten Mailadresse "unterschreiben"; so was wäre doch hier auch hilfreich, oder?

    Viele Grüße
    Daniel

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  21. Hallo Daniel,

    danke fürs Lob. :-)

    Ich denke, dass Reiner auch ein Forum gemeint hat. ZkZ wahrscheinlich.
    Und, ja ich kann die Kommentarfunktion einschränken (captcha-Abfrage, registrierte Nutzer etc.), aber bisher hatte ich noch keine Spam-Kommentare oder sonstiges Ungemach. Da lasse ich es aus Gründen der Einfachheit erstmal so wie es ist.
    Ich denke mal, dass einige Leser nicht mit "Name" kommentieren wollen, weil es da ein URL-Eingabefeld gibt. Dieses kann man aber auch getrost frei lassen.

    Beste Grüße, Calimero

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  22. Neoliberalist: Massnahmen alleine (die sicherlich notwendig sind und abhaengig von den Umstaenden entworfen werden) machen aber noch keine Gesellschaftsform aus. Das ist der kleine aber feine Unterschied.

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  23. @Schlens

    Die ominöse Gesellschaftsform, die es Ihrer Meinung nach gar nicht gibt, heißt Demokratie.

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  24. @Calimero

    Meine Großeltern haben das ähnlich gemacht aber zu dem Zeitpunkt habe ich mir nichts weiter dabei gedacht. Es war eben so.

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  25. Calimero: Bitte kein Captcha, ich HASSE die Dinger. Ich meinte nur E-Mailfeld-Zwang zwecks besserer Zuordnung INTERN für dich. Aber passt schon.

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  26. Zu den "rechten" im Sinne von "richtigen" Blogs gehört selbstverständlich dieser.

    Ich dachte das bräuchte man nicht noch explizit zu erwähnen. So und ich jetzt lecken wir uns weiter gemeinsam die Baden-Würtemberg-Wunden.

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