Mittwoch, 9. März 2011

Geschichten die das Leben schreibt

Wenn man eines morgens aufwacht und einen abgetrennten Pferdekopf in seinem Bett findet, dann weiß man, dass man sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Man weiß auch, dass man gerade sein bestes Pferd verloren hat und die Mafia einem im Schlaf genau dasselbe angedeihen lassen könnte, wenn sie das nur will.

So beschreibt es Mario Puzo in "Der Pate".

In Vampirgeschichten wird erzählt, dass die ängstlichen Dörfler Transsylvaniens ihre Haustüren mit Kreuzen und Knoblauchzehen gegen die Blutsauger schützen. Gegen böse Geister helfen angeblich Pentagramme auf Türschwellen, und so mancher Filmdämon wird durch Kreide- oder Kristallsandkreise gebannt.

Aber was zum Geier soll man von abgetrennten Pferdebeinen vor einer Dortmunder Haustür halten? Dort abgelegt in der Nacht zum 7.März des Jahres 2011 a.d.?

Diese Geschichte ist so irre, dass sie einen eigenen Beitrag verdient.

Da hat also eine Hausbesitzerin zwei Wohnungen ihres 16 Parteien Hauses an zwei rumänische Ehepaare vermietet. So weit, so normal. Man hat es ja mit EU-Bürgern zu tun, die sogar einen Gewerbeschein für Müllentrümpelung vorweisen konnten.
Dumm war jetzt, dass die neuen Mieter anscheinend viele Bekannte oder Verwandte hatten, die sich nun täglich mehrmals dort trafen. Viele heißt in dem Fall, dass dort bis zu vierzig Roma-Männer in der 59 m² großen Wohnung ein und aus gingen.

Das stelle ich mir schonmal ziemlich hektisch und laut vor, aber der Spaß ging ja noch weiter. Die Müll- und Sperrholzberge im Innenhof bereinigt jetzt schonmal täglich die Vermieterin. Aber Kot und Urin im Treppenhaus gehen im ordnungsliebenden Deutschland dann wohl doch einen Tick zu weit. Nunja, eine 59 m² Wohnung ist ja auch kein Festzelt mit 'ner Dixi-Batterie davor. Da hätte sie aber auch mal weiterdenken können, die Vermieterin.

Vollends unspaßig wurde es dann aber, als Dachboden, Keller und Briefkästen aufgebrochen wurden, und andere Mieter, von anscheinend nicht schulpflichtigen (rumänischen) Kindern, mit Messern bedroht wurden. Tja dann, ein Zitat zum Genießen:
Sie hat Angst, dass die anderen Mieter ausziehen. Die Rumänen hatte sie sofort abgemahnt und ihnen dann fristlos gekündigt. Doch keiner schert sich darum. Heute hat sie einen Termin beim Anwalt. Natürlich sei die Vermietung ihr persönliches Risiko, räumt sie ein, doch „das jetzt“ habe sie nicht geahnt: „Man fühlt sich allein gelassen. Die Polizei bemüht sich sehr, hat aber kaum eine Handhabe.“  
Aber der Stoff verlässt die Medien nicht. Sie sind ja auch schon ein wenig länger an ähnlichen Storys dran. Schon Anfang März ließ ein Eigentümer zwei von Roma besetzte Häuser in Dortmund räumen, weil der Müll dort schon zwei Meter hoch stand. Damals war es eine GmbH, die ihr Recht vielleicht schneller bekam.

Aber vor unserem Haus passiert nun am 7.März Merkwürdiges. Ein Passant entdeckt am Samstagmorgen zwei abgetrennte Pferdebeine vor dem Haus Nr.56. Ein "grausiger Fund", wie die Zeitung vermerkt. Die Polizei sucht nach Hinweisen und Zeugen.

Sie musste nicht lange suchen. DNA-Tests an in NRW verkaufter Pferdewurst war nicht notwendig. Ein glaubwürdiger Zeuge sagte zeitnah aus, dass die Pferdebeine die Bewohner vertreiben sollten.
Eine Frau habe die Beine dort abgelegt, nachdem ihr erzählt worden war, dass das ein probates Mittel sei, um abergläubische Osteuropäer zu vertreiben oder sie einzuschüchtern.
In den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts habe man mit diesem Mittel schon einmal Erfolg gehabt, sei der Frau erzählt worden.
 Über die Identität der Frau wird nichts gesagt, außer, dass sie "verzweifelt gewesen sei".

Kommentar: Der eine Punkt ist die Frage, in was für einem Land wir eigentlich leben, wenn die Polizei hier offensichtlich keine Handhabe gegen Zerstörer fremden Eigentums hat. Wie verzweifelt muss jemand sein, wenn er eher auf mittelalterliche Bannsymbole vertraut, als auf die Hilfe der Staatsmacht?

Der zweite Punkt ist der: So absurd die o.g. Geschichte auch sein mag, diese Erfahrungen haben letztes Jahr ja auch die Berliner gemacht, als mehrere Romafamilien dort im Görlitzer Park und der ein oder anderen Behausung nächtigten, was dann sogar den linken Hausbesetzern zuviel wurde. Der ungewünschte Scheibenverschmierdienst und die Bettelei in der Innenstadt war auch wochenlang Thema, bis der Senat sozusagen genug "Weiterfahrprämie" gelatzt hat. (Lustigerweise hat google meine Suche nach "Berlin Zigeuner Görlitzer Park" aus rechtlichen Gründen ein wenig kastriert)

Ganz ehrlich, mir ist es vollkommen egal, wes' Mutters Kind jemand ist. Aber er sollte sich benehmen können. Wenn nun die Kinder bestimmter Mütter ständig irgendwo auffällig werden, dass anscheinend sogar des nächtens abgetrennte Pferdebeine vor Haustüren gelegt werden um diese "Kinder" zu bannen, dann ist irgendwo was faul.
Und, auch wieder ganz ehrlich: Heute sind es "Rumänen", morgen könnten es auch "Slowaken" sein. Die andauernde Mediencamouflage (bis es wirklich mal richtig eklig wird) erweist der europäischen Idee einen Bärendienst.
Die Slowaken wurden in Qualitätszeitungen schon als "Zigeunerhasser" dargestellt, die Rumänen könnten durch pc-optimierte Presse ganz schnell in Verruf geraten selbst "vermüllende Hausbewohner" zu sein. Was soll das?

Wie wäre es mal mit Klartext und durchgreifenden Sanktionen? Letztes Jahr in Belfast kam es zu Gewalttätigkeiten gegen "Sinti und Roma" (man googele selbst) und ich weiß nicht, wodurch hier Gewalt gegen Menschen gerechtfertigt sein könnte. Sowas ist niemals gerechtfertigt, es sei denn dass die persönliche Schwelle des Ertragbaren wirklich eklatant überschritten wurde.
Wenn dies so war wie in dem oben genannten Beispiel, dann verstehe ich die aggressiven Aktionen der dort lebenden Menschen allerdings. Ein jeder mag sich mal in eine solche Lage hineinversetzen.

Und schlussendlich kann ich nicht verstehen, dass "der Deckel" lieber extralang auf den Topf gedrückt wird, denn bei einer spontanen Explosion verlieren doch alle viel, viel mehr.

Kommentare:

  1. In Rostock, zur Zeit des ersten Rumäneneinfalls, der dann zu der bekannten Brandstiftung am leergeräumten Sonnenblumenhaus führte, das nur noch von einigen Stammvietnamesen bewohnt war, stellten die Händler im Stadtgebiet Besen vor die Tür. Das sollte auch irgendwie helfen gegen die täglichen Diebstähle durch die künftigen EU - Bürger. Auf solchem Boden von Hilflosigkeit, wo die Polizei schon von der Anzahl überfordert ist und die Gesetze ein Handeln gar nicht mehr zulassen, gedeihen schnell mal Gewalt und Brandstiftung. Der Innenminister war damals der Otto Schilly.

    AntwortenLöschen
  2. Das Thema schlägt schon andernorts hohe Wellen:

    Straßburg 2011.03.03 - "tief verwurzelten Antiziganismus und Hassverbrechen sowie weitere Trennung in Bildung und Wohnen sind die wichtigsten Hindernisse für die Aufnahme, der Roma in der Tschechischen Republik. Die Behörden sollten ihre Bemühungen und die Umsetzung integrativer Maßnahmen stärken ", sagte der Europarat-Kommissar für Menschenrechte, Thomas Hammarberg, in einem Bericht über seinen Besuch in der Tschechischen Republik am 17-19 November 2010.

    ----------

    am 14. Februar 2011 unterzeichnete eine Gruppe von 48 Bürgermeistern in der Tschechischen Republik eine Erklärung über "sozial nicht anpassungsfähige" Bürger. (Mittlerweile hat sich die Zahl auf 60 erhöht).

    Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden allgemein als gezielt gegen die Roma-Bevölkerung gesehen. Europarat-Kommissar für Menschenrechte Thomas Hammarberg hat bereits ihre Bedenken in dieser Hinsicht in seinem jüngsten Bericht über die Tschechische Republik zum Ausdruck gebracht:

    "Es ist höchst bedauerlich, dass diese Erklärung zu einer Zeit kommt, in der die 47 Mitgliedstaaten des Europarats sich geeinigt haben, um die Integration der Roma zu fördern, nach dem hochrangigen Treffen von Regierungsvertretern am 20. Oktober 2010 in Straßburg."

    Am 22. März 2011 wird der Kongress eine Debatte über die Situation der Roma abhalten.

    AntwortenLöschen
  3. Nachtrag der url:


    https://wcd.coe.int/wcd/ViewDoc.jsp?Ref=PR177(2011)&Language=lanEnglish&Ver=original&Site=DC&BackColorInternet=F5CA75&BackColorIntranet=F5CA75&BackColorLogged=A9BACE


    https://wcd.coe.int/wcd/ViewDoc.jsp?Ref=PR186(2011)&Language=lanEnglish&Ver=original&Site=DC&BackColorInternet=F5CA75&BackColorIntranet=F5CA75&BackColorLogged=A9BACE&RefreshDocsCache=yes

    AntwortenLöschen
  4. Karl-Eduard, du meinst Rostock-Lichtenhagen? Besen vor der Tür? Hast du da Belege?

    AntwortenLöschen
  5. @Calimero

    Ich habe zu der Zeit in Rostock gewohnt, habe mich aber nicht verlustiert, beim Fotografieren von Hütchenspielern oder Bettlern. Auch Besen habe ich nicht fotografiert. Es hat mich aber gewundert. Erst habe ich gedacht, eine neue folkloristische Spielart des Westens, die herübergeschwappt ist, dann habe ich nachgefragt. Besen sollten diese Leute fernhalten. Nein, Belege habe ich nicht, lediglich meine Augen sind Zeugen.

    AntwortenLöschen
  6. Ich kann Dir auch den Auftrieb des Staates schildern, nach der Brandstiftung, also, als alles vorüber war. So eine Hubschrauberflotte gab es nicht mal bei Manövern der Nationalen Volksarmee. :)

    AntwortenLöschen
  7. Es gärt - und das Volk darf nicht furzen!

    Viele Grüße
    Daniel

    AntwortenLöschen
  8. Du hattest nach den Besen gefragt: Kommt gleich am Anfang. Der Filmemacher ist natürlich nicht in der Lage der Ladenbesitzer, denen keiner die Diebstähle ersetzt und die etwas unternommen haben, um ihre Existenz zu sichern, statt vorm Arbeitsamt herumzulungern oder Geld für ein kritisches Filmprojekt zu bekommen.

    http://video.google.com/videoplay?docid=-138324537333427498#

    AntwortenLöschen
  9. "Und schlussendlich kann ich nicht verstehen, dass "der Deckel" lieber extralang auf den Topf gedrückt wird, denn bei einer spontanen Explosion verlieren doch alle viel, viel mehr."

    Das habe ich mich auch lange gefragt.
    Jetzt frage ich mich nicht mehr.

    Man kann hinsehen wo man will, das Regime handelt immer gegen das Volk. Nein, nicht gegen das ganze, nur gegen die, die als minderwertig eingestuft werden: Weiße arbeitenden autochthone Deutsche.
    Die Masseneinwanderung ausländischer deutschlandfeindlicher gewalttätiger Unterschichten,
    die exzessive Staatsverschuldung
    die Mediengleichschaltung
    die Familienzerstörungspolitik
    die Entindustrialisierung
    die Rettungsschirme
    die Suspendierung des Rechtsstaats
    die Strafvereitelungen bei von Ausländern oder Roten begangenen Verbrechen
    der Klimaschwindel
    das Wüten der politischen Polizei und der politischen Jusitz
    das Wüten der Schlägerkommandos der Antifa-SA
    die Aufblähung des Staatssektors
    die No-Go-Areas für Deutsche
    die ... Liste ließe sich seitenweise fortsetzen

    Man kann hinsehen wo man will, Partei und Regierung entscheiden immer für die Zerstörer und Schmarotzer und gegen die Anständigen.
    Immer!

    Jede Einzelheit kann man evtl. unter Irrtum oder Zufall verbuchen. Aber nicht das Gesamtbild!
    Es sind die Auswüchse eines mörderischen Planes.
    Wer das für eine Verschwörungstheorie hält, der kann jederzeit gern andere Gründe für die oben aufgeführten Zustände aufzeigen.
    Ich lass´ mich gern belehren.

    AntwortenLöschen
  10. Danke für den Besen-Beweis. Das kannte ich echt noch nicht. Aber das Video konnte ich mir keine fünf Minuten ansehen. Egal wer das gedreht hat und was damals auch dahintersteckte - der tobende Mob und die Reaktionen der Menschen sind einfach furchterregend. Da packt mich das Entsetzen. Grauenvoll!

    AntwortenLöschen
  11. Lieber Volker,

    so sehr ich Ihnen in Ihrer Unzufriedenheit zustimme, vermag ich keine Verschwörung zu entdecken. Vielmehr sind es unsere linken Medien, die inzwischen auch die (ehemals) bürgerlichen Parteien zu der Ansicht gebracht haben, wenn die Umfragewerte nicht stimmen, muß man eben noch weiter nach links. Denn links wird am lautesten geschrien. Während sich so möglicherweise der ein oder andere Wähler, der auf der Kippe stand, herüberziehen läßt, verprellt man die eigene Klientel, die am Wahltag lieber zuhause bleibt. So ist bei der Wahl in Hamburg die Beteiligung von 2008 auf 2011 in nur 3 Jahren um rund 6 Prozentpunkte gesunken, aber das wird gar nicht thematisiert. Es wird sich quasi nur noch um diejenigen gestritten, die noch zur Wahl gehen, und die sind überwiegend links. Und das bedeutet, daß dieser ganze Wahnsinn, den Sie stichpunktartig aufzählen, durchaus kalkuliert ist. Das hat aber nichts mit einer Verschwörung, sondern mit blankem Opportunismus zu tun, der am stärksten durch Merkel verkörpert wird.

    Derweil können die vielen Menschen, die früher von den bürgerlichen Parteien vertreten wurden, die gegen eine Ausuferung des Staates, immer höhere Verschuldung, überbordende Bürokratie, Subventionen aller Art, "Rettungsschirme", Ökowahn usw. usf. sind, zusehen, wo sie bleiben. Was sollen sie tun? Alle ihren Job kündigen und "hartzen"? Die meisten Leute müssen zähneknirschend hinnehmen, daß sie mittlerweile politisch heimatlos sind, manche wandern aus.
    Es interessiert sich schlicht keine Partei mehr dafür, wer das Sozialprodukt erwirtschaftet und wie es zustande kommt, sondern es geht überall nur noch um Verwendung (natürlich immer stärker beschlossen durch den Staat) und Verteilung (auch gemäß Vorstellungen von Politikern).

    Gezüchtet wird der "soziale Untertan", wie Ludwig Erhard es beschrieben hat.
    Im Rahmen der Krise des Euro und der Staatsverschuldung allerorten, die wir gerade erleben, sind die Dinge, die Sie beschreiben, m. E. Symptome. Ich meine, was hier passiert, ist aus größerer Entfernung betrachtet, daß der Wohlfahrtsstaat an seine Grenzen stößt oder schon überschritten hat. Es ist mehr als offensichtlich, daß eine weitere Ausweitung von Steuern und Abgaben, der Verschuldung, von mehr Bürokratie und Regulierung usw. nicht mehr möglich ist und die "Strategie", noch mehr von dem zu machen, was uns erst in diese Situation gebracht hat, also den Problemen einer zu großen Geldmenge mit der Druckerpresse oder fatalen Folgen blödsinniger Regulierung mit noch mehr Regulierung entkommen zu wollen, am Ende ist. Die ganzen "Rettungsschirme" in wahnwitziger Größenordnung, die "langfristig" Stabilität bringen sollten, sich aber schon nach kürzester Zeit als wirkungslos erweisen (weil dadurch natürlich kein einziges strukturelles Problem behoben, sondern noch verschärft wird) und daher mal eben verdoppelt werden sollen, ist der Todeskampf europäischer Wohlfahrtsstaaten (und eine (geistige) Bankrotterklärung völlig ahnungsloser Politiker ohne jedes ökonomische Verständnis)!

    Ludwig Erhard hat dazu ausgeführt, daß der Wohlfahrtsstaat "letztlich Armseligkeit für alle" bedeuten muß.
    Sein Buch "Wohlstand für alle" ist heute aktueller denn je. Darin hat er schon vor rund einem halben Jahrhundert dargestellt, wohin dieser Weg, den unsere Politiker heute immer stärker beschreiten, führen muß. Bei der Ludwig-Erhard-Stiftung ist es frei verfügbar im PDF-Format: http://www.ludwig-erhard-stiftung.de/files/wohlstand_fuer_alle.pdf Ich möchte empfehlen, wenigstens einmal das Kapitel XII "Versorgungsstaat - der moderne Wahn" zu lesen. Das kann sehr wohltuend sein, diese klaren Worte zu lesen nach all dem Geschwätz, das unsere heutigen Politiker absondern. :)

    MfG

    AntwortenLöschen
  12. Lieber Volker, man kann es auch übertreiben. Ja, es gibt Fehlentwicklungen, auch schwerwiegende. Aber hier einen finsteren Plan zu vermuten und jeden irgendwo mal verzapften Murks als Teil einer allgemeinen Verschwörung sehen zu wollen ist absurd.

    AntwortenLöschen
  13. Calimero, Du bist 1.ein Weichi und 2.ein Einfallspinsel.
    RexCramer, die Bonzen höheren Ranges, wenn sie von männlicher Sozialisierung sind (=sich einbilden, Kerle zu sein), wissen m.E., was sie tun, weswegen es auch keine angemessene Hinrichtungsmethode für sie gibt. Bei B.Traven "Die Rebellion der Gehenkten" stehen aber interessante Ansätze...

    AntwortenLöschen
  14. Ich weiß nicht, was damals dahinter steckte. Damals habe ich vermutet, der Innenminister brauchte das, um die Asylgesetze durchzudrücken. Und es ist mir heute noch unbegreiflich, daß die Staatsmacht so lange das Treiben geduldet hat, unbescholtenen Vietnamesen das Haus anzuzünden. Es sei, es steckte Kalkül dahinter. Früher habe ich auch mal gedacht, alles nur paranoide Verschwörungstheorien, alles Spinner, die Politiker sind nur doof und ahnungslos. Aber mit doof und ahnungslos kommt man nicht auf die Posten.

    AntwortenLöschen
  15. Hallo Rex Cramer

    danke für den Link zum Wohlstand für alle.
    Wenn ich nicht irre (werde mir das Werk noch reinziehen) hat Erhard die Sozialhilfe abgelehnt. Er meinte, Sozialhilfe hat nur ein Ergebnis: Die Forderung nach noch mehr Sozialhilfe.
    Leider hatte er Recht.

    Das mit dem mörderischen Plan war natürlich provokativ. Aber ich finde langsam keine andere Erklärung mehr. Zufall kann es nicht sein. Dummheit scheidet auch aus, denn (wie KarlEduard zutreffend feststellt) doof und ahnungslos kommt man nicht auf die Posten.
    Wären die Politiker einfach Opportunisten, wären die vor einem halben Jahr auf den Sarrazin-Zug aufgesprungen. Alle Umfragen haben 85% (oder mehr) Zustimmung ergeben. Auf dieser Welle zum Wahlsieg gleiten - einfacher geht es gar nicht.
    Aber es kam anders, wie wir erleben mussten.
    Wenn die dennoch die volksfeindliche Politik weitertreiben, muss es andere Gründe geben als Opportunismus.

    Gerade eben haben Partei und Regierung wieder einen Beschluss zur Ausweitung der Zuwanderung in die Sozialsysteme (im günstigsten Fall, aber so glimpflich kommen wir selbstverständlich nicht davon) gefasst.
    Wer hat die dazu gebeten?
    Von wem erwarten die Dank?
    Die Mehrheit der Wähler wird es schwerlich danken. Eine Verschwörung ist es also auch nicht.
    Aber, was zur Hölle, ist der Grund, dass die nahezu jeden Tag eine gegen die deutschen Interessen gerichtete Entscheidung treffen?
    http://tinyurl.com/5v9uys4

    AntwortenLöschen
  16. Das Mietrecht ist ein Vermieterunrecht. Die Vertragsfreiheit ist dort nahezu vollständig ausgehölt. Und die Eigentumsrechte verlieren immer gegen Persönlichkeitsrechte. Außerdem ist es dicht an wirtschaftliches Harakiri.

    Es gab mal Zeiten das war es akzeptabel. Zu der Zeit gab es aber einen definitiven Zuzug nach Deutschland. Diese Zeiten sind in Deutschland erst mal "absebhar" vorbei.

    Das Papiergeld trägt auch noch Seinen teil dazu bei und wenn dann die Leute bereit sind für Miethäuser das bis zu 30-fache an Jahresmiete zu bezahlen (notorisch in dieser Hinsicht München) dann weiß man. Es ist etwas oberfaul.

    AntwortenLöschen
  17. Hallo Volker,

    - "Dummheit scheidet auch aus, denn (wie KarlEduard zutreffend feststellt) doof und ahnungslos kommt man nicht auf die Posten."

    auch ich sehe bei unseren Politikern keine Dummheit im eigentlichen Sinne. Aber bei welchen Sachfragen nützen z. B. "Qualifikationen" wie die Merkels, politische Konkurrenten geschickt austricksen und absägen zu können?
    Ich meine das: Wenn man jemandem die Haare schneiden oder Brötchen backen und verkaufen will, braucht man eine Ausbildung, aber Entscheidungen über Milliarden Euro treffen unsere Politiker, obwohl sie in den allermeisten Fällen nicht vom Fach sind!? Gucken Sie sich die Minister der Bundesregierung und in den Landesregierungen an: da geht es nach Zugehörigkeit zur Partei, zum "richtigen" Flügel, nach regionaler Herkunft usw., nur nicht nach Qualifikation. Kaum ein Amt auf höchsten Ebenen ist mit Leuten besetzt, die mit der Materie vertraut sind. Bis hierher bedeutet diese Feststellung aber "nur", daß Unwissenheit herrscht. Dummheit wird daraus, wenn man meint, diesen Umstand ignorieren, jeden Rat in den Wind schlagen zu können und trotzdem zu glauben, die eigene Ansicht sei richtig und durchdrücken zu müssen. (Man ist ja Minister, also muß man zwangsläufig auch Ahnung haben (fliegt mit Amtsantritt über Nacht zu oder so - Michael Glos hat neulich gesagt, er hätte nicht die geringste Ahnung gehabt, als er Bundesminister wurde ...).)
    Man kann das derzeit gut beobachten bei der "Rettung" des Euro: Die Politiker, die da im Gange sind, haben größtenteils nur wenig bis gar keine Sachkenntnis, meinen aber trotzdem, mit noch etwas mehr Regulierung hier und weiteren Krediten dort die Lage schon irgendwie in den Griff zu bekommen. Ist das Größenwahn, daß sie meinen, solche komplexen Gebilde mal eben beherrschen zu können, obwohl dadurch, daß praktisch kein Politiker vernünftige Argumente artikulieren kann, deutlich wird, daß sie sich damit gar nicht intensiv befaßt haben?
    Zwar haben genau solche Maßnahmen, Verträge untereinander abzuschließen oder auf Selbstverpflichtungen zu pochen, die Staatsfinanzen nicht aus dem Ruder laufen zu lassen, in der Vergangenheit total versagt, aber das irritiert offenbar niemanden. Wenn man sich selber nicht auskennt, sich nicht beraten läßt und auch nicht bereit ist, aus bisherigen Fehlern zu lernen, dann ist das in meinen Augen pure Dummheit. Dabei spielt es keine Rolle, wieviel auch immer diese Politiker auf anderen Gebieten auf der Pfanne haben mögen.

    Man könnte zwar den Einwand erheben, jeder Minister habe nun viele Mitarbeiter sowie bspw. Möglichkeiten, Studien erstellen zu lassen etc., so daß er mit Fachwissen hinreichend versorgt wird, aber mir fehlt dafür leider komplett der Glaube. Siehe diese Massenpetition von 189 Ökonomen: http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~EEAEC89694430468BBEA2B954DD7713E7~ATpl~Ecommon~Scontent.html Hat das auch nur einen Politiker veranlaßt, einmal darüber nachzudenken, ob das alles so richtig ist, was derzeit verzapft wird?
    Abgesehen davon kann ich mir nicht vorstellen, daß auch nur ein einziger Fachmann jemals einem unserer Politiker geraten hätte, die Bürokratie ausufern zu lassen, die Staatsverschuldung in bedrohliche Höhen zu treiben oder Steuer- und Sozialsysteme so kompliziert zu machen, daß niemand mehr durchsteigt ...

    (Weiter im nächsten Beitrag.)

    AntwortenLöschen
  18. - "Wären die Politiker einfach Opportunisten, wären die vor einem halben Jahr auf den Sarrazin-Zug aufgesprungen. Alle Umfragen haben 85% (oder mehr) Zustimmung ergeben. Auf dieser Welle zum Wahlsieg gleiten - einfacher geht es gar nicht."

    Hierbei muß man allerdings bedenken, daß bisher alle Leute, die gesellschaftspolitisch nicht stramm die linken Gutmenschenparolen verbreiten, immer niedergeknüppelt wurden - so wie man das ja mit Sarrazin auch versucht hat. So hat allen voran die Kanzlerin sich ja schon dagegengestellt, noch bevor das Buch überhaupt erschienen ist. Daß das Volk diese übliche Erziehung zur "richtigen Meinung" dieses Mal abgeschüttelt hat, war so nicht vorauszusehen. Andernfalls hätte es möglicherweise hier und da andere Positionierungen gegeben. So hat man sich früh festgelegt und diesmal falsch gewettet.
    Außerdem gibt es offensichtlich die Vorgabe, was Merkel ja auch vorlebt, gezielt linke Positionen zu besetzen - denn Macht geht ihr über alles, man hofft so auf den ein oder anderen Wechselwähler. Und man glaubt, die eigenen Wähler vergrätzen zu können, weil die ohnehin keine Alternative haben. Wenn sich das mal nicht als gewaltiger Irrtum rausstellt ...

    - "Aber, was zur Hölle, ist der Grund, dass die nahezu jeden Tag eine gegen die deutschen Interessen gerichtete Entscheidung treffen?"

    Tja, was sind die deutschen Interessen? Ich sehe bei Merkel keinerlei Prinzipien oder Ideale. Es geht bei jedem Thema nur darum, daß sie sich bedeckt hält, die Debatte abwartet, um sich hinterher auf die Seite der gefühlten Mehrheit zu stellen.
    Eine "Friedensflotte" fährt gen Israel mit Terroristen an Bord? Ach was, das kann man doch einfach mal unterschlagen und stattdessen mit auf Israel eindreschen, da doch "Israelkritik" so beliebt ist. Wen interessiert schon, was tatsächlich passiert ist, wenn es darum geht, billig ein paar Wählerstimmen zu kassieren?
    Ich verstehe auch nicht, was das soll. Mit dem, was die Wähler dieser Regierung sich vorher versprochen haben, hat es jedenfalls absolut nichts zu tun. Ich kann mir das nur so erklären, daß man bspw. die Stimmengewinne unter Transferempfängern höher einschätzt, als die Verluste dadurch, wenn entsprechende Entscheidungen zu deren Gunsten getroffen werden. Mir kommt es sowieso längst so vor, als ob sich um jeden gekümmert wird, nur nicht um die arbeitende Bevölkerung.
    Wie gesagt: Meine Vermutung ist, daß Merkel gar keine Grundsätze hat, sondern bei jeder Entscheidung sich nur danach richtet, was vermeintlich machtpolitisch am aussichtsreichsten ist. Ich glaube, diese Art und die Politik, die letztlich dabei herauskommt, wird verheerende Folgen für uns haben. Und ich denke auch, daß Merkel damit nicht erreichen wird, noch über diese Legislaturperiode hinaus an der Macht zu bleiben. So mit der eigenen Klientel umzuspringen, wird diese nicht wieder mitmachen. Wie heißt es so schön: Fool me once, shame on you, fool me twice, shame on me!

    MfG

    AntwortenLöschen
  19. Danke, Rex Kramer, für Ihre ausführliche Antwort.
    Der radioaktive Fall Out hat alles überdeckt, so habe ich sie leider erst heute bemerkt.

    Man weiß nicht ob und was man tun kann. Sieht so aus, als habe man die Wahl zwischen resignieren oder Speere auf hölzerne Pferde zu schleudern.

    AntwortenLöschen