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Montag, 11. März 2013

Münchner Weibergeschichten

Bei der Stadt verdienen Frauen mehr als Männer, titelt die Zeitung und ich wundere mich kein Stück darüber. Warum auch? Erstens kann man in Deutschland wahrscheinlich allerlei Betriebe finden, in denen die Durchschnittslöhne der dort angestellten Damen höher liegen, als die der Herren, und außerdem geht's hier zudem noch um einen kommunalen Arbeitgeber. Eine Stadt. München.

Da denke ich an all die kleinen Schmutzjobs, die eher von Männern ausgeübt werden und natürlich an einen großen Verwaltungsbereich. Dort fühlt sich ja sowohl Männchen als auch Weibchen wohl. Schön warm und heimelig zwischen "Vorgängen", Topfpflanzen und Kaffetassen. BAT irgendwas.
Und da man ja bei öffentlichen Arbeitgebern auch gern "bei gleicher Qualifikation" die Weibchen bevorzugt einstellt (Kunststück, wenn die Kohle nicht verdient werden muss, sondern eingezogen wird, kann man auch ganz gut mit Mutterschutz und Teilzeitmodellen leben. - Ganz ohne Häme gemeint.), kann ich mir auch gut vorstellen, dass man dort im mittleren und oberen Bereich die Damen ganz gut vertreten vorfindet.

Also alles nicht erwähnenswert.

Was diesen Fall aber so lächerlich macht ist die Tatsache, dass man solchen Quatsch überhaupt ausrechnen möchte. Wem bringt das was? Keine Ahnung, aber die Stadtkämmerei hatte wohl gerade nichts Wichtigeres zu tun.
Und dann kommt auch noch ganz überraschend so ein Ergebnis heraus. Herrgottsakra! Das stört doch die städtische Brauchtumspflege! Man weiß doch mit dem Herzen eines ganz sicher:
Frauen werden im Job oft benachteiligt. Das Problem ist bekannt – auch in München. Alljährlich wird auch hier beim „Equal Pay Day“ für mehr Lohngerechtigkeit demonstriert.
Und nun sowas! Das findet der rot-grüne Stadtrat jetzt aber extrem überprüfenswert. Kann doch wohl nicht sein! Wird sogar extern vergeben, der Überprüfungsjob. Sicher ist sicher. Wahrscheinlich an eine Untergruppe irgendwelcher rotgrünen Feminatsstrukturen, weil die Testosteronverschwörer ja überall sitzen könnten. Ja mei, die öffentliche Hand ist doch auch zum Geben da, nicht wahr?

Mein Gott, wie doof sind die denn da? Was erwarten die? Dass man der roten Stadtverwaltung München irgendeinen Gender-Gap-Strick drehen kann, weil auch rote Männchen schlussendlich nur zur globalen Testosteronverschwörung gehören?
Und was will man tun, wenn das geheimnisvoll gewichtete Ergebnis dann endlich in den politisch korrekten Empörungskram passen sollte? Ein paar Dutzend Doppelnamen-Frauen zur Pflichteinstellung vorschlagen, oder eine Östrogen-Zulage für städtische AngestelltInnen anregen? Demonstrieren gehen? Ach nee, das tut man ja eh schon.

Uiuiui, diese vorliegenden Zahlen sagen ja nun gar nichts aus, das ist ja Mischobst, meint die städtische Gleichstellungsbeauftragte. Ich weiß nicht, ob sich diese nicht ein bisschen schämt, wenn sie ihren Lohnzettel mit dem eines verdienstvollen Ordnungsämtlers im Außendienst vergleicht. Aber einen Hang zur Selbstreflexion darf man in diesem Job wohl nicht haben.
Naja, jedenfalls muss der völlig bedeutungslose Fall nun hochpolitisch aufgedröselt werden. Wahrscheinlich bis das richtige Ergebnis rauskommt. Sollen sie machen. Bei den Münchnern ist es wenigstens ihr eigenes Geld (hoffe ich doch mal).

Was mich aber völlig verblüfft hat, war folgende Aussage des Personalreferenten, mit der er der vertieften Rechnerei entkommen wollte:

„Das Tarifrecht des öffentlichen Dienstes behandelt Frauen und Männer gleich.“
Auch nach Auffassung des Kommunalen Arbeitgeberverbands Bayern sei das Entgeltsystem im öffentlichen Dienst diskriminierungsfrei, erklärt sein Referat in einer schriftlichen Beschlussvorlage zum Thema „Entgeltdiskriminierung“. Es gebe keine Eingruppierungs- und Vergütungsvorschriften, die unmittelbar auf das Geschlecht der Beschäftigten bezogen seien.
Häh? Man zeige mir bitte einen Tarifvertrag in diesem Lande, in welchem es Vorschriften gibt, die irgendwelche Geschlechterdiskriminierungen enthalten. Nur einen einzigen. Ist es das, was in den Hirnen derer herumspukt, die sich mit solchem Mumpitz tagtäglich herumschlagen müssen? Dass es irgendwo in West-Mecklenburg-Vorpommern oder im Hunsrück sowas wie Frauenvergütungstabellen gibt? Im frei laufenden Kapitalismus könnte sich ja jede Schweinerei verstecken, aber bei uns ist man - löblicherweise - diskriminierungsfrei?

Die haben doch da unten echt den Schuss nicht gehört! Allesamt!

Sonntag, 1. April 2012

Das virtuelle Dunkel

Na, gestern auch brav das Licht ausgeknipst? Für eine Stunde und 'nen guten Zweck?

Was heißt hier "hä?"? Gestern war doch wieder Earth Hour! Energiesparfunzel für 'ne Stunde stromlos machen und stattdessen Bio-Kerzen anzünden - auf dass es nie wieder warm werden möge! Für den Weltfrieden! Und Mutter Gaia, die grundgütige!

Nicht mitbekommen? Dabei haben sich doch schon im letzten Jahr weltweit 1,8 Milliarden Menschen daran beteiligt - (laut WWF jedenfalls). Na und dieses Jahr sollte doch alles noch viel doller werden! Rekordbeteiligung in Deutschland - meldet der Focus. Über 130 Städte wollten diesmal mittun und ein deutliches Zeichen setzen. Aber sowas von...

Okay, gucken wir uns das mal beim WWF selbst an: Die zur Zentrale gemeldeten Aktionen zählen deutschlandweit ganze Zwanzig. Diese aber immerhin über 5 großzügige Seiten aufgebläht. Ich bin bisher nur mäßig beeindruckt.

Aber die über 130 Städte - das klingt doch nach was.

Hier die Karte. Wow! Ganz Deutschland war ja nicht gerade dunkel, aber immerhin war es das wohl irgendwo in der Marktraße von Pasewalk, sowie bei den Faultürmen des Klärwerks Flensburg. (Steht da echt, kein Aprilscherz!)
Brandenburg hat natürlich wieder mal gar nicht mitgemacht. Renitente Ostler! Sollten sich mal ein Beispiel an Leuten nehmen, denen es nicht so gut geht - wie n-tv zu vermelden weiß:
"Nach Angaben des WWF beteiligten sich auch Menschen in ehemaligen Kriegsländern wie Libyen und Irak an der Aktion"
Na, und wie man gerade aus diesen Weltgegenden weiß, spielen sich die umwälzendsten Bewegungen ja sowieso in den sozialen Netzwerken ab. Das nutzt natürlich auch die Verdunklungstruppe des WWF. Wieder n-tv:
"Die sozialen Netzwerke verbinden nicht nur die Welt, sie sind zu den wichtigsten Organisationsmitteln für die Bürger geworden, um zu handeln. Menschen aus mehr als 150 Ländern rund um die Welt machen sich die Macht der Online-Plattformen zunutze, um sich physisch um die Zukunft des Planeten zu kümmern", sagte "Earth Hour"-Mitbegründer Andy Ripley."
Schaun wir mal nach dieser Macht bei facebook:

Ist jetzt nicht unbedingt so ein machtvolles Zeichen, finde ich, wenn man die knapp 2,8 Mio Google-Fundstellen dazu bedenkt. Allein die Zeitungsredaktionen, die die immer gleichen dpa-Stanzen und WWF-Wortmeldungen zum Event ins Netz blasen, dürften kopfstärker sein als die Fraktion der facebook-liker dieser Aktion.
Ehrlich, da findet jedes lustige Katzenvideo schneller eine stärkere Verbreitung.

Ein trauriges Bild auch auf des WWF's eigener Social web -site im Twitter-Bereich:
WWF Earth Hour: 31.3. Ich bin dabei und … lade zu einer meditativen Klangreise bei Kerzenschein ein. earthhour.wwf.de #eh12de #earthhour
Oh Gott, bleib mir fern mit deinen Klangschalen! Esotrulla!
WWF Earth Hour: 31.3. Ich bin dabei und … schreibe einen Artikel über Klimaschutz. Was macht Ihr? earthhour.wwf.de #eh12de #earthhour
Bei Kerzenschein auf totem Holz? Und wer liest sowas?
WWF Earth Hour: 31.3. Ich bin in Berlin live dabei & zu Hause gehen die Lichter aus! earthhour.wwf.de #eh12de #earthhour
Wow! Du verlässt dein Heim und machst dort das Licht aus ... wie vorbildlich! Und so außergewöhnlich!
WWF Earth Hour: 31.3. Ich bin dabei und … esse Vegetarisch wie immer earthhour.wwf.de #eh12de #earthhour
Und was ist daran so bemerkenswert, wenn du das immer machst?
WWF Earth Hour: 31.3. Ich bin dabei und … blogge über ökologische Mode earthhour.wwf.de #eh12de #earthhour
Du bloggst. Über ökologische Mode. Mit dem Internetmeißel, oder was?

Herrjeh, mit diesen Ökostrebern will doch kein vernünftiger Mensch zusammen gesehen werden. Uargs!

Aber schauen wir doch mal nach was dort im "Blog"-Bereich (naja) so los ist. Dabei stellen wir fest, dass ganze neun veröffentlichte Artikel es auf insgesamt einen Leser-Kommentar gebracht haben, sowie zwei facebook-Wortmeldungen bezüglich einer Partyeinladung. Wieder mal: Wow! Scheint schwer interessant zu sein, das Thema.

Hey, jetzt mal ernsthaft: Sind das die abertausenden besorgten Deutschen, die die großartige Verdunkelungsidee der Weltenretter vom WWF aktiv unterstützen? Sind das die Wähler, wegen denen Provinzpolitiker meinen, medienwirksam unbedingt ihre Rathausbeleuchtung abschalten zu müssen? Hat diese komische Aktion eigentlich irgendeinen bemerkenswerten Widerhall gefunden, außer den der pflichtschuldigen "Berichte" der Medien?

Ist irgendjemandem aufgefallen, dass da gestern zwischen 20:30 und 21:30 Uhr irgendetwas anders war als sonst?

Wenn das im nächsten Jahr wieder so eine virtuelle Veranstaltung wird, sollten sich der WWF und unsere Politniks mal Gedanken machen, ob man die Deutschen nicht doch besser zu einem naturkompatibleren Leben zwingen sollte. Familie Kim zeigt schließlich erfolgreich, wie das auch anders geht:

Sonntag, 25. März 2012

Müllproduzenten wider das Wegwerfen

Die Deutschen sind im Umgang mit Zeitungen wenig zimperlich. Im Zweifel gilt: ab in den Müll. Knapp 82 Kilogramm im Wert von einigen hundert Euro wirft jeder Bundesbürger im Schnitt ungelesen weg. Es reicht schon, wenn das Erscheinungsdatum nur ein wenig überschritten ist. Verbraucherschutzministerin Aigner plant eine Aufklärungsinitiative - und fordert ein Umdenken. 
Naja, so ähnlich jedenfalls schrieb's die Süddeutsche Zeitung vor einigen Tagen. Nach der Pixelzickerei mit Google-Streetview und der wirkungslosen Eigenlöschung bei facebook hat eine ansonsten bedeutungslose Ilse Aigner mal wieder ein Thema, und die Presse nimmts dankend auf - Deutschland, Land der Wegwerfer und Verschwender!

"So was hätt's bei Ilses Omma nach'm Kriech nich jegeben!" mag man da im Stillen hinzufügen, und ich gebe meinen Senf auch noch dazu, wenn ich sage: In Nordkorea wäre sowas auch heute noch undenkbar!

Es geht - natürlich - nicht um Zeitungen, und auch nicht um "überteuerte Wegwerfpolitiker", die ich ebenso im Anfangstext hätte verwursten können. Es geht, wieder einmal, um "Lebensmittel". Anscheinend ein besonderer deutscher Fetisch, um den mit dessen steigender Qualität, Verfügbarkeit und Vielfalt auch immer mehr besorgter Bohei gemacht wird.

Seit Jahren geht es schon um diverse "Lebensmittelskandale", deren doch erstaunlich geringe Anzahl die "Nahrungsmittelindustrie" trotzdem nicht vom ständigen Tatverdacht befreien kann, uns permanent vergiften zu wollen. Auch wird stets und ständig diskutiert und gemahnt, was man nun "Gesundes" essen, und was man als "krankmachend" meiden soll. Da rauscht es permanent im Blätterwald, und seitdem das Landwirtschaftsministerium mal von einer grünen Sozialarbeiterin geleitet, und zum Verbraucherschutzministerium hochgepimpt wurde, stehen deren NachfolgerInnen dem auch in nichts mehr nach. 

Es geht in Deutschland wirklich permanent um die Wurst. Diesmal um die voreilig weggeworfene. Das finde ich insofern amüsant, da ja dieselben Pappnasen sonst immer so viel Wert auf "Frische" legen. Schon mal aufgefallen? So wie der Begriff "Bratkartoffeln" in der medialen Schwafelwolke nie ohne den Zusatz "fettige" auskommt, besteht das Nonplusultra der gesunden Ernährung stets aus "frischem" Obst und Gemüse, sowie "knackigen" Salaten und ähnlichen nach Morgentau riechenden Wunschnahrungsmitteln - gerade eben des Bauers freundlicher Hand entrissen.
Nie, aber auch wirklich niemals, wird die verantwortungsvolle Mutter ihren Sprössling mit einem runzeligen Apfel,einer angetrockneten Möhre, oder einem abgelaufenen Joghurt in die Schule schicken. Never!

Und wenn sie Vati die Arbeitsstullen schmiert? Kommt da die schon etwas schmierige Wurst auf die angetrocknete Brotscheibe? Der Rest der vom Käse übrigbleibt, wenn man die kleinen Schimmelstellen wegschneidet? Wohl kaum!

Unlängst zappte ich zufällig in eines dieser TV-"Verbrauchermagazine", in welchem doch tatsächlich die Qualität von Internet-Lebensmittelversendern bewertet wurde. Die Tester hatten dazu bei verschiedenen Onlineshops so alltäglichen Kram wie Gurken, Joghurts und ähnliches bestellt, welche im Studio nun auf ihre Qualität und Frische hin untersucht wurden.
Zuerst einmal wurde dabei die Kühlung der Sendung beurteilt. Also schön dicke Styroporverpackungen mit ordentlich Trockeneis im Paket stellte ein Qualitätsmerkmal dar, eine schön feste, frische Salatgurke entlockte den Testern ein "sehr gut", während Joghurts mit in Bälde ablaufendem Mindesthaltbarkeitsdatum pfui bäh waren.
Gesamt gesehen war alles absolut in Ordnung - durchaus dem Inhalt eines durchschnittlichen deutschen Kühlschranks vergleichbar - aber mangelnde "Frische" oder unvoluminöse Dämmverpackungen waren unverzeihliche Ausschlusskriterien.

Man kann den Sinn oder Unsinn solcher Alltagsfutterlieferungen nun bewerten wie man will, aber Eines ist festzustellen: Der Deutsche mag es nicht nur (verständlicherweise) gern frisch, es wird ihm auch stets von Verbraucherschützern suggeriert, dass alles was "schon ein bissl über die Zeit ist", kritisch zu beäugen, als Zumutung abzulehnen, potenziell ungesund, wenn nicht gar gefährlich ist.
Andererseits ist aber auch der Einsatz von Konservierungsmitteln, die die Frische ja nun um einiges verlängern könnten, auch verpönt. Kaum ein Produkt kommt noch ohne den Zusatz "ohne Konservierungsmittel" in die Werbung.

Dabei weiß ich gar nicht, worin das Ablehnungspotenzial solcher Zusätze genau besteht. Ist es die Hinzufügung eines "Mittels", eines "Zusatzes" an sich, weil sowas nicht in eine "reines" Produkt gehört? Ist es die Angst davor, dass die Bewertungssinne des Menschen getäuscht werden könnten, weil etwas, obwohl schon "hinüber", doch noch optisch, haptisch und olfaktorisch ansprechend erscheint? Oder ist es die Angst davor, dass atomkriegssichere Lebensmittel irgendwann so beständig werden könnten, dass man sie (analog der Plastiktüte) nicht mal mehr kompostieren kann, weil sie einfach nicht verrotten? Ich weiß es nicht.

Ich weiß aber eins - um all solchen Kappes kümmern sich die selbstbestallten Menschenberater unserer sabbelnden Klasse. Sowohl in den Medien, als auch in der Politik. Hier natürlich allen voran die wohl überflüssigste Ministerin des Kabinetts - die ausgebildete Rundfunkmechanikerin Ilse Aigner. Ob nun in die Richtung "Werft nichts weg!", oder in die andere "Esst nur Frisches". Über diese Schizophrenie ernsthaft nachzudenken heißt, sich mit Hirnfürzen von Bekloppten zu beschäftigen. Es lohnt nicht.

Lohnend erscheint es aber unserer berichtenden Klasse, deren Produkte wie anfangs beschrieben ja nun weiß Gott sowohl in frischem wie auch gut abgehangenen Zustand öfter zum Wegwerfen, denn zum Aufheben taugen. Die Papier- und Verbalmüll produzierende Mediencommunity lebt in schönster Symbiose mit der ebenso intellektuell die Umwelt verschmutzenden Ilse Aufgeregt, indem sie den Hirnfürzen der überflüssigen Ministerin stets noch die eigenen unreflektierten Blähungen hinzufügt.

Hier mal ein Beispiel wie das bei der GEZ-Mafia so umgesetzt wird (gefunden bei Gideon Böss). Es spricht eine Dame, der man schon ansieht, dass bei ihr wohl so schnell nix Essbares umkommt:

"Ja, wir leben in einer Überfluss- und Wegwerfgesellschaft. Und vielleicht hilft es ja, das bekannte Phänomen mit ein paar Zahlen zu veranschaulichen: Dass wir im Jahr knapp elf Millionen Tonnen Lebensmittel wegschmeißen. Die würden auf LKW verladen eine Lasterschlange von 4000 Kilometern Länge ergeben.
Wie viel Hunger könnte damit gestillt, wie viel CO2 bei Produktion und Transport vermieden werden.
Es ist gut, dass die zuständige Ministerin Ilse Aigner darauf hinweist. Dass sie eine Bewusstseinsveränderung fordert - in jedem Privathaushalt, in jeder Restaurantküche oder Lebensmittelabteilung."
Ja, Überfluss ist schlecht. Auswahl haben ist schlecht. Zuviel Zeugs immer einfach so kaufen, etwas was nicht mehr gefällt einfach wegwerfen zu können - ganz ganz übel! Sie schließt dann auch mit der Schlussfolgerung:
"Wenn pro Kopf jährlich Lebensmittel im Wert von 235 Euro in die Tonne fliegen oder durch den Abfluss gespült werden - bei einer vierköpfigen Familien ist das fast ein Tausender im Jahr -, dann sind die Lebensmittel einfach zu billig. Ihr Wert wird gering geschätzt."
Tja, ich könnte hier mit meinen Kindheitserinnerungen aufwarten. Da gab es sowas nicht. Wenn der Dorfkonsum mal Bananen hatte, und da genau eine pro Familienmitglied gekauft werden durfte - da kam keine in die Tonne! Selbst wenn die Südfrucht beim Einkauf schon fleckig war - da wurde nix weggeworfen! Da wurde noch wertgeschätzt! Hätte sie sowas gern wieder, die Dame vom Mitteldeutschen Rundfunk?

Ich könnte Frau Tesch auch versuchen zu verklickern, dass weggeworfene Lebensmittel keinen bezifferbaren Wert in irgendeiner Höhe mehr haben, genauso wie die Tageszeitung von vorgestern keinen besonderen Wert mehr hat. Allein, eine Schmalspurdenkerin wird es wohl nicht begreifen. Oder würde sie mir doch eine Packung Schnittkäse, deren MHD gestern abgelaufen ist heute für den Neupreis abkaufen?

Dass das allgemein propagierte Konzept "ausgewogen, vielseitig und frisch" entweder erhöhten Transportaufwand, oder aber eine erhöhte Verlustrate bei der Vorratshaltung von Produzenten, Handel oder Verbrauchern nach sich zieht - zuviel für SchwafelköpfInnen der Sorte Aigner, Tesch und sonstiger Claqueure der angeschlossenen Funk- und Printhäuser?

Empörtes Geschrei wegen der in die Tonne entsorgten Wurstenden? Und das in einem Land in dem noch vor Kurzem eine staatliche Wegwerfprämie für das Verschrotten von voll funktionstüchtigen Autos gezahlt wurde?

Sorry, die Propagandisten einer solch dämlichen Kampagne gehören eindeutig der alten Wurst hinterhergepfeffert. Oder besser nach Nordkorea verschifft - ersatzlos.

Bleibt noch die Frage, wer derart unnütze Kräfte überhaupt eingestellt hat und wer sie bis heute bezahlt. Auch eine dämliche Frage, ich weiß.


Auch Udo Pollmer amüsiert diese Kampagne: Hier (Danke für den Tipp an Denker)

Sonntag, 24. Juli 2011

Der Friede muss bewaffnet sein

Die wehrlosen jungen Leute im Ferienlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF waren dem Täter völlig arglos begegnet. (Zitat: FAZ)
Über 600 jugendliche Teilnehmer waren auf der norwegischen Insel Utøya einem durchgeknallten Psychopathen hilflos, arglos und wehrlos ausgeliefert. Anderthalb Stunden hatte der Killer Zeit um 85 junge Menschenleben auszulöschen.

Als ich die ersten Meldungen hörte, dass die Opferzahlen auf der Insel die 80 überstiegen haben sollen, dachte ich nur: Das kann doch nicht sein! Ein einzelner Typ mit einer Pistole und einer Schrotflinte soll über 80 Menschen erschossen haben?
Auch wenn es sich bei einer Insel um einen eng abgegrenzten Ort handelt, Menschen sind doch keine Lämmchen, die sich in einer Ecke versammeln und auf den Schuss warten. Die rennen weg, die verstecken sich ... die wehren sich!

Irgendwer hätte dem doch Einhalt gebieten, dem Irren Widerstand entgegensetzen müssen! Einer gegen 600!

Dass der Wahnsinnige nun anscheinend anderthalb Stunden Zeit hatte, weil die Sicherheitskräfte wegen "Pannen" weder Boot noch Hubschrauber auftreiben konnten - geschenkt. Hätten sie bloß eine Viertelstunde gebraucht, wären vielleicht "nur" 20 Tote zu beklagen.

Nochmals: Über 600 Leute ... wehr- und arglos! Einem Einzeltäter hilflos ausgeliefert, lediglich mit der Irgendwann-Chance auf professionelle Rettung durch Spezialkräfte.
Über 600 junge Sozialdemokraten. Wahrscheinlich aufgewachsen mit der elterlichen Verdammung von "Kriegsspielzeug", höchstwahrscheinlich auch kaum potentielle Wehrdienstleister darunter. Zum Lämmchen erzogen.

Und die Eltern? Bestimmt größtenteils grundgute Menschen. Die die Sicherheit der eigenen Kinder in der Obhut der Gesellschaft mit dem Machtmonopol des Staates gut gewahrt wähnten.

Was wird jetzt geschehen, nach dieser Wahnsinnstat? Was wird gefordert werden?

Verschärfte Sicherheitskontrollen bestimmt, Waffenverbote auf jeden Fall. Vielleicht eine partielle Internetzensur, eine Beobachtung christlicher Fundamentalisten, eventuell wird es wieder eine "Killerspiele"-Diskussion geben.
Natürlich werden Verbote von islamkritischen Websites angestrebt werden und die alles niederstreckende Rechtspopulismus-Keule wird neue, scharfe "Oslo!"-Stacheln bekommen. Noch unwahrscheinlich, aber nicht undenkbar wird auch der Gedanke sein, die Jagd, das Waidwerk unter vollständige staatliche Kontrolle zu stellen.

Denn nur der Staat kann schließlich für Sicherheit sorgen, indem er das totale Monopol auf Schusswaffen bekommt ... oder?

Denken wir uns mal in einen jetzt trauernden Vater hinein, der sehr wohl als Jäger oder Sportschütze Zugriff auf private Waffen hat. Dessen Sohn eventuell auch schon das eine oder andere Mal den Abzug drücken durfte, der vielleicht sogar Talent dazu bewiesen hatte.
Was hätte der sich wohl gewünscht, als der Mörder die ersten Schüsse abgefeuert hat? Dass die Polizei möglichst schnell eine Truppe zusammenstellt, und diese auch ein Boot heranorganisieren kann?

Wohl kaum. Er hätte sich wohl gewünscht, dass sein Junge da nicht wehr- und hilflos gewesen wäre, sondern dass er und vielleicht noch ein paar andere ihre Knarren griffbereit gehabt, und dem Bastard einfach das Licht ausgepustet hätten.

Dienstag, 5. Juli 2011

Dreimal Doppel-X in rosa bitte

Rene Obermann also mal wieder. Unter seiner weisen Führung führt die Telekom die Frauenquote für Führungspositionen ein. Finde ich ja mutig und konsequent, nachdem der erste dahingehende Versuch gerade erst im Februar in die Hose gegangen ist.
Aber er ist wohl ein Überzeugungstäter. Ein (Ober)Mann muss halt tun, was ein (Ober)Mann tun muss.
Sonst tut es ja anscheinend keiner.

Es könnte ja jetzt sein, dass er eine Quote aus wirtschaftlichen Gründen einführen will. Bei einem Unternehmen sollte dies ja oberstes Entscheidungskriterium sein - also wäre es möglich, dass er meint herausgefunden zu haben, dass eine weibliche Repräsentanz von unter 30 Prozent in Führungsgremien schlecht für die Unternehmensperformance wäre.
Okay, dann müsste man das Unternehmen halt über die nächsten Jahre beobachten, um zu sehen, ob da was dran ist.

Ich glaube aber eher, dass es nicht um die Qualifikation oder irgendwelche besseren Soft-Skills der nun neu berufenen Damen geht, sondern lediglich um das wieder typisch männliche Spreizverhalten eines Rene Obermann. Seht her, ich bin nicht nur gut - ich bin sogar der Beste, der Erste!

Schon im Februar ist mir Herr Obermann aufgefallen, weil er eine äußerst freundschaftliche Nähe zum LOHAS-Portal utopia.de pflegt. Damals schrieb ich:
Zunächst mal taucht dauernd der Name Rene Obermann darin auf. „Hoher Besuch bei Utopia: Rene Obermann zu Gast …“, oder: „Rene Obermann stellt sich den Fragen der Utopisten“, „Telekom-Chef Rene Obermann bei der Utopia-Konferenz …“ bla, laber, sülz.
Also entweder hat der Mann den Schuss nicht gehört und denkt, dass er da viele gutbetuchte potentielle Kunden anspricht, oder er war unnötigerweise auf iPhone-Werbetour. Vielleicht ist aber auch nur sein PR-Berater eine Vollpfeife und merkt nicht, dass sein Schützling der einzige DAX-relevante Wirtschaftvertreter ist, der sich da zum Horst macht.
Nur was hat die Utopia-Klientel mit der Frauenquote zu tun? Da gehts doch um "nachhaltigen Konsum", um grün-, bio-, öko-, ethisches Einkaufen? Alles! Es ist derselbe Themenkomplex.
So wie "fair Trade" die offensichtlich vom Markt Benachteiligten bevorzugen soll, will auch die Frauenquote den angeblich benachteiligten Damen dabei helfen, die angenommene "gläserne Decke" zu überwinden.

Es geht also um eine Form der Subvention. Nun ist eine Subventionierung aus altruistischen Motiven ja nichts Schlechtes. Wer als Marktteilnehmer meint, dass er etwas mehr Geld ausgeben möchte um damit auch einem höheres Ziel Rechnung zu tragen - bitteschön, soll er tun.

Aber wenn ein Konzernlenker seine Mit-Führenden danach aussucht, ob sie zu einer bestimmten Menschengruppe gehören, tut das ja im Namen (und mit dem Risiko) seiner Eigner. Ob die das alle so mittragen wollen? Geld riskieren für das gute Ansehen ihres CEO?
Nun ist die Telekom zu großen Teilen ja noch im Besitz des Bundes. 15 Prozent direkt, 17 Prozent über die staatseigene KfW. Damit hat Obermann ja schon einmal zwei Großaktionäre mit im Boot, die nun bestimmt nichts gegen eine politisch gewollte Frauenbevorzugung haben werden.
Bei den 54 Prozent institutionellen Anlegern weiß ich auch nicht, ob sie sich unbedingt zu einer Mehrheit zusammenfinden würden um diese "gute Sache" zu kippen. Der Telekom-Aufsichtsrat wird es jedenfalls garantiert auch nicht tun.

Ja aber wieso sollte dies denn ein Risiko sein? Die Damen werden ja nun keine unqualifizierten Platzhalter sein?

Richtig. Ob und wie gut sie sind wissen wir nicht. Vielleicht sind sie ja wirklich die Besten und haben sich den Job redlich verdient. Auch das wissen wir nicht.
Was wir aber wissen, ist, dass sie ausdrücklich als "Quotenfrauen" auf ihre Plätze berufen wurden. Für das gute Gewissen, für das Strahlen ihres CEO.

Als Untergebener hätte ich damit jetzt ein Problem. Ist die Frau über mir jetzt wirklich gut? Weiß sie was sie tut, trifft sie die besten Entscheidungen? Muss ich sie ernst nehmen, oder hinterfrage ich sie nicht doch insgeheim ständig?
Und wäre ich, als Mann mit dem Willen zum Aufstieg, jetzt nicht desillusioniert? Würde ich mich noch anstrengen, damit vielleicht eine Quotenfrau den Ruhm einheimst? Würde ich als einer von vielen Highpotentials überhaupt noch eine Zukunft in diesem Unternehmen sehen, oder würde ich nicht schon innerlich kündigen und mich nach etwas anderem umsehen? Irgendwo, wo meine Chromosomenpaarung nicht von Belang ist?

Als Anteilseigner würde ich das schon als Risiko ansehen.

Und als Kunde? Da ist es mir doch völlig wurscht, wer da nun auf dem Chefsessel sitzt. Ein Unternehmen soll Produkte und Dienstleistungen anbieten die mich überzeugen. Qualitativ und preislich. Nur dann kaufe ich was bei diesem Konzern.

Also kann eine tolle Selbstdarstellung, mit der Ankündigung der Erfüllung "gesellschaftlicher Forderungen" einem Unternehmen doch kaum neue Kunden erschließen, oder? Ich glaube kaum, dass sich nun die Mehrzahl aller Frauen in Deutschland aufgrund der Tatsache, dass die Telekom nun die Frauenquote eingeführt hat, dazu entschließt künftige Verträge nur noch beim rosa Riesen abzuschließen.

Für Männer gilt das sowieso. Für mich noch im Besonderen, weil der Verein mich schon unter der Ägide Obermanns mal grundlos hat anwaltlich verfolgen lassen.

Also irgendeinen Vorteil sehe ich durch diese Entscheidung bei der Telekom nicht entstehen. Nicht einen. Nur Risiken.
Und natürlich sehe ich den angenommenen Heiligenschein des Rene Obermann, der sich mit einer Aura der political correctness umgeben möchte - egal was es kostet. Solange keiner meckert, und das wird keiner, weil niemand die pc-Keule abbekommen möchte, so lange kann er sich spreizen.

Den Frauen allgemein ist dadurch nicht gedient, den Kunden auch nicht. Profiteur ist lediglich "der Typ, der es endlich mal durchsetzt" - sein Ego jedenfalls.
Ob die neuen weiblichen Vorstände mit ihrer Berufung zur Quotenfrau besonders glücklich sind wage ich ebenfalls zu bezweifeln. Es sei denn, sie sind nur genau das:

Quotenfrauen.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Fußballrassisten? Geht's noch?

Im Amateurfußball geht es manchmal recht robust zu. Klar, Fußball ist kein Kindergeburtstag und wenn man gewinnen will, muss man Einsatz zeigen - aber auch einstecken können.
Ich habe mich schon so manches mal drüber gewundert, wie leidensfähig die Amateurkicker doch sind, obwohl es sich dabei lediglich um nicht honoriertes Freizeitvergnügen handelt. Eine Kollegin z.B. spielt in einem Frauenfußballverein und hat mich erst kürzlich daran teilhaben lassen, dass ihre Mädels bei einem Auswärtsspiel gegen eine bekannt "einsatzfreudige" Kleinstadtelf  drei teilweise Schwerverletzte zu beklagen hatte.

Ey sorry, und gegen die tretet ihr trotzdem noch an??? Ja, müssen wir - so sind die Ligaregeln.

Bescheuerte Regeln.

Jetzt war es aber anscheinend einem Düssledorfer Stadtteilverein dann aber doch mal zu viel, und er hat sich geweigert gegen eine einschlägig bekannte Krawalltruppe anzutreten. Anscheinend sind da wohl sowohl Spieler als auch die Fans eine Gefahr für gegnerische Mannschaft, Schiedrichter und Zuschauer.

Wie oben schon angedeutet, halte ich Fußballspieler beileibe nicht für Weicheier. Die Mannschaft muss also gewichtige Gründe gehabt haben hier nicht zum Derby anzutreten.
Die Liga reagierte daraufhin so: Der Verein muss...
"...die Kreisliga A des niederrheinischen Fußballverbands verlassen. „Es kann nicht sein, daß die Vereine selbst entscheiden, wann sie antreten“, rechtfertigte ein Sprecher des Fußballverbandes die Entscheidung (...)"
Das ist schon hart, und da fragt mein gesunder Menschenverstand, wieso die Liga vorher nicht reagiert, und den offensichtlichen Rowdyclub gesperrt hat. Hier geht es schließlich sichtbar um eine unnötige Gefahr für die Gesundheit unbescholtener Spieler.

Man wird fündig:
"Am Tag nach der Spielverweigerung habe der niederrheinische Fußballverband dann entschieden, den Düsseldorfern zwölf Punkte abzuziehen. In der Urteilsbegründung schrieb der Verband unter anderem, daß dieses Verhalten „unter strengen Maßstäben als rassistisch gewertet werden könne“.
Aha! Der Krawallverein ist also eine Multikulti-Truppe und steht daher unter Artenschutz. Die Liga will ja auch nicht als "rassistisch" dastehen. Nun, eigentlich ist es wohl eher eine Mono-Kulti-Truppe, wenn man nach dem Vereinsnamen geht. FC Kosova ... ja, da denke ich auch nicht unbedingt an die Auswahl einer Waldorfschule. Man möge mir meine Vorurteile nachsehen.

Und nun? Der betroffene SF Düsseldorf setzt sich natürlich zur Wehr, und muss dabei erstmal die medialen Rassismusklippen umschiffen (wobei ich schwer davon ausgehe, dass ebendieser Düsseldorfer Verein bestimmt keine "rein autochthone Auswahl" darstellt).

Ganz oben auf der Facebook-Seite der Düsseldorfer heißt es aber sicherheitshalber erklärend:
Hallo Zusammen,

wir möchten noch einmal klar stellen, das es sich bei dieser Gruppe keinesfalls um eine Gruppe mit rechtsradikalem Hintergrund handelt! Ein nicht-antreten hätte es auch bei einem rein deutschen Gegner gegeben!
Tja, das hätte nach der Vorgeschichte wohl auch kein durchschnittlich intelligenter Mitteleuropäer angenommen, aber hier muss man sich anscheinend schon klar abgrenzen damit man nicht falsch verstanden wird.

Nur ... es nutzt euch nichts. Denn den Mainstreammedien ist der Vorfall entweder egal, oder er wird wie hier in der RP abgehandelt:
Dass es ein Fehler war, gegen den skandalumwitterten FC Kosova nicht anzutreten, dürften die Niderheider längst eingesehen haben. Denn die Vorwürfe von Unsportlichkeit und Wettbewerbsverzerrung treffen den SFD zurecht.
Tja, so sieht gelebte Völkerfreunschaft aus. Im Namen des Antirassismus - haltet auch brav weiter die andere Wange hin. Dann seid ihr wenigstens auf der sicheren Seite.

Der gesunde Menschenverstand findet leider nur noch dort Gehör, wo die ewigen Guten ständig das absolut Böse wittern. Es kommt nicht oft vor, dass ich bei der Jungen Freiheit was nachlesen muss, oder dass es mich auf die Website der Republikaner verschlägt, aber in diesem Falle kann man nur dort nachlesen was die MSM für nicht erwähnenswert halten.

(Wer damit jetzt ein Problem hat, dem kann ich auch nicht helfen.)

Montag, 23. Mai 2011

Schicksalsgemeinschaft jetzt auch Autobahn

Die SPD im sächsischen Landtag hat die Äußerungen von FDP-Fraktionschef Holger Zastrow zur Wahl in Bremen als peinlich kritisiert. Der Begriff Schicksalsgemeinschaft sei "in der Zeit des Nationalsozialismus oft bemüht" worden und "wird auch heute noch von rechtsradikalen Ideologen benutzt", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Brangs, am Montag in Dresden. Er sprach von "peinlichen Entgleisungen" und nannte Zastrows Wortwahl "beschämend".
Da ist das Nazometer aber wieder im Alarmmodus! Schicksalsgemeinschaft geht ja mal gar nicht! Eben alles Faschos außerhalb der Volksfront.

Vollidiot

nachrichten.t-online.de

Mittwoch, 13. April 2011

Brandanschläge und Brandanschläge

Kann sich noch jemand an die furchtbare Serie von Brandanschlägen auf Berliner Moscheen erinnern? Was war da in den Medien der Teufel los. Irgendwelche Flammennazis oder Sarrazin-Anhänger, vielleicht auch die Rechtsextremisten der Mitte oder einfach nur die Islamophoben von den bekannten Islamhasserseiten könnten es ja gewesen sein.
Man wusste es lange nicht, aber abscheulich war das Tun auf jeden Fall. Menschen- und Religionsfreiheitsverachtend war das, wie da mal irgendwas auf einer Eingangstreppe schmorte, wie mal eine Wand angerußt war, wie Papierstapel vor Kellerfenstern, oder Kanister mit einer brennbaren Flüssigkeit im Moscheehof rumfackelten.

Zum Glück war es dann doch keiner der Obengenannten, sondern nur ein irgendwie mental defizitärer Neuköllner. Danach hat man davon auch nicht mehr allzuviel gehört. Täter gefasst, Ende mit der Kokelei, war auch kein NPD-Mitglied ... Thema durch.

Nun gehts aber wieder los. Da wird nicht mehr nur an Außenwänden rumgezündelt, sondern da fliegen richtig Steine durch die Fenster und Mollies in die Bude. Und das nicht in die leere Hütte, sondern obwohl da Menschen drin sind. Auch kommt da nicht mehr nur Einer im Schutze der Nacht, sondern da greifen sechs, sieben Gestalten gleich koordiniert an. Sogar an den gesicherten Rückzug wird gedacht, indem man Krähenfüße auf der Straße verteilt um eine Autoverfolgung zu vereiteln.

Und das in der betreffenden Gegend schon zum dritten Mal in diesem Jahr! Von der ersten zweien hatte ich doch gar nichts gehört. War der Aufschrei so leise?

Na, zum Glück weiß man aber, dass es diesmal mit Sicherheit keine sarrazinlesenden Bösewichte waren. Auch wurde keine unterdrückte und diskriminierte religiöse "Minderheit" attackiert, sondern bloß "die Bullen". Sind ja auch irgendwie alles Uniformnazis oder sowas. Büttel des Kapitals jedenfalls, denn man erfährt aus dem Bekennerschreiben:
"von dieser wache werden die einsätze gefahren um den reibungslosen ablauf von kommerz und profitmaximierung im friedrichshainer kiez zu sichern."
sowie:
"Kreuzberg werde zur "polizeilichen besatzungszone" und zum "experimentierfeld für konzepte der aufstandsbekämpfung"
Also wenn das kein Grund ist, dann weiß ich auch nicht mehr. Finden die "Bekenner" übrigens auch:

"Tatsächlich haben wir verdammt viele gute gründe mal so richtig auf den putz zu hauen. (...) wann und wo wir zuschlagen bestimmen wir."
Man stelle sich mal vor, irgendwelche Kapitalistenknechte würden Mollies in ein muslimisches Versammlungshaus werfen und in ihrem Selbstbezichtigungschreiben anführen, dass dort wo die Moscheen blühen, sich die Unterschichtenghettos zementieren würden, und man da deshalb keine "profitmaximierung" mehr erwirtschaften könne.

Na, das wäre aber starker Tobak. Da wäre aber die Polizei gefragt. Sofern sie da noch eine nicht abgebrannte Wache in der Nähe hätte.

Tja Jungs und Mädels von der Berliner Blaulichtabteilung, da kann euch euer Polizeipräsident Glietsch noch so oft die Regenbogenflagge hissen lassen - ihr seid sowieso immer auf der falschen Seite. Manchmal wirds da dann auch heiß.

Glück hatte übrigens der Wachenleiter. Erstmal hat er sich nicht verletzt als er aus dem Fenster sprang um die Täter zu verfolgen, und dann hatte er sich auch noch so weit im Griff, dass er nicht die Dienstwaffe zog, als er zwei der "autonomen Widerständler" gefasst hatte. So bekam er beim Widerstand gegen seine Staatsgewalt lediglich eine leichte Verletzung ab, sonst hätt's für ihn wohl eher eine ungewollte Versetzung gegeben.

Freitag, 8. April 2011

Der kleine Ärger (Nannystate)

Was geht mir dieser Schutzquatsch auf die Nerven!!!

Hab 'ne harmlose DVD-Box bei Amazon bestellt. Fernsehserie. Läuft auch in Deutschland. Die ersten Staffeln waren FSK16, die jetzige ist FSK18. Huch? Na, egal. Amazon will aber jetzt ein Häkchen haben, das bestätigt, dass ich über 18 bin. Hm.

Okay, ich hab da im Lauf der letzten Jahre einige tausend Euro per Kreditkarte gelatzt, aber wenn sie jetzt unbedingt ein Erwachsenenhäkchen wollen - bitte. Ordnung muss sein, und wenn die Vorschrift das verlangt bin ich ja nicht so.

Genauso wie bei der Elektronik-Discount-Verkäuferin letztens. "Ich müsste bitte mal ihren Ausweis sehen, das Spiel ist erst ab 18!"

Hey, sag ich zu dem Kassenschnuckelchen: Das ist aber nett, dass sie mich für so jung einschätzen. Und fühle mich gebauchpinselt. 20 Jahre jünger, nice!
Nein sagt sie, "das ist halt Vorschrift und wird auch überwacht." Grmpf!

Naja, der DHL-Fahrer hat es heute jedenfalls nicht geschafft, die richtige Klingel zu finden (es sind genau zwei Stück zur Auswahl, mit unterschiedlichen Namen!) und nun will ich mich beschweren und nach erneuter Anlieferung fragen.

Tjaaa ... wann sind sie denn persönlich da?
Öhm, kann nicht auch meine Frau?
NEIN! Nichtmal mit einer Vollmacht.
Was?
Da steht drauf, "eigenhändige Zustellung". So sind die Vorschriften.

Ey, verdammt nochmal - wenn mich eine niedliche Kassenfrau trotz meines gepflegten Dreitagebarts nach meinem Ausweis fragt - gut denn, Schwamm drüber. Aber wenn der Postzusteller mir ein harmloses Filmchen nichtmal mehr über vertraute Mittelspersonen zukommen lassen darf, dann reichts aber.

Ich habe doch keinen Granatwerfer bei Revolutionsbedarf24.de geordert! Und wenn ich meiner besseren Hälfte eine Vollmacht erteile für mich die S/M-Pornos entgegenzunehmen, ist das doch auch meine Sache, oder?

Idioten!

Donnerstag, 24. März 2011

Gehören Klotüren jetzt verboten?

(Vor dem Lesen bitte den Nachtrag beachten!)

Da wird also in Berlin ein Junge verprügelt. Krankenhausreif. Naja, kommt ja öfters vor in letzter Zeit. Vor allem, wenn gleich zwanzig "Jugendliche" über einen herfallen, dann kann das schonmal hart sein.
Da gab es also mächtig Ärger für den Jungen, und das nur, weil ein von ihm arrangiertes Streitgespräch gescheitert ist.
Kennt man ja. Wenn ein klärendes Konfliktgespräch eskaliert, wird daraus schnell mal ein Streitgespräch, und dann kann es laut werden, und dann ... naja, gibts halt von zwanzig Mann was auf die Glocke. Sowas ist nicht schön, wirklich nicht. Vor allem, weil der Junge doch nur seine Freundin gegen böse Cybermobber verteidigen wollte.

Folgerichtig erregte sich gestern im Radio eine Cybermobbing-Expertin  über die Gefahren dieser Beleidigungsseiten im Internet. Das wäre alles ganz schlimm, und da wären die Behörden gefragt, denn sowas gehört verboten, weil man sieht ja wohin das führt, nicht wahr? Zwanzig gegen einen! Wo der doch nur einen Streit seiner Freundin mit ihren Mobberinnen schlichten wollte. Alles nur wegen dieser Internetseite! Die muss natürlich sofort abgeschaltet werden!

Finden ja auch die Eltern und interviewte Schüler. Alles furchtbar, weil anonym. Man kennt ja seinen Beleidiger nicht namentlich.

Hm. Nun denke ich ja, dass dieses Problem schon bestand, bevor jemand das Wort Mobbing erfunden hat. Kann sein, dass schon die Germanen abseits des Langhauses über abwesende Mitgermanen gelästert, oder römische Legionäre auch mal "Sixtus ist doof" in die Latrinenwand geritzt haben. Das war ja auch anonym, genauso wie die Kritzeleien an den Wänden öffentlicher Toiletten heutzutage.

Bringt denn nun echt das Internet, oder sogar nur "spezielle Seiten" darin, die Leute zum durchdrehen? Würde es was bringen irgendeine Website abzuschalten, wo doch täglich irgendeine neue geschaltet werden kann? Brauchen wir jetzt eine Anti-Mobbing-Internetpolizei? Warum war es bisher nicht notwendig Sitzkeramik-Umhausungen zu verbieten?

Vielleicht hilft es, sich diesen vorangegangenen Mobbing-Multilog mal in Teilen zu Gemüte zu führen. Bei Kewil hat dankenswerterweise ein Kommentator diesen gesichert. Der ganze Text ist mir zu lang, aber vielleicht kann ich ja irgendwie konstruieren, wie es zur Eskalation kam.

Berlin -> Neukölln -> Neukölln -> Kurt-Löwenstein-Schule 19.03.2011 12:46:45
"wallah diese schule is die grössssste nuttttttten schule der menschheitttt ich fick allllllllllllle die libanesinen dort nutttten die türken nuttten die plos naja plos einfach king ihr wisst aba wallah alles nuttttten lehrer nutten richtige puff schule libanese fickt seine eigene landsfrau dreckige chahrour scheisse ihr ich fick eure toten und euren opa diesen fix"
Ähm ... ist das jetzt dieses Kiezdeutsch, welches nach Ansicht der Wissenschaftlerin Heike Wiese unsere Sprache voranbringen kann?
Ich versuche mich jetzt mal daran, diese anscheinend sehr emotionale Ansprache zu verstehen:

Da ist anscheinend jemand mit der Gesamtsituation an seiner Schule nicht zufrieden. Er goutiert wohl nicht, dass er von vielen sexuell freizügigen weiblichen Personen umgeben ist. Vielleicht möchte er ja insgeheim mit ihnen allen kopulieren und kommt nicht zum Zuge? Wenn ich das richtig verstehe, sieht er sich als Mitglied der "plos", woraus ich einfach mal PLO konstruiere und auf einen palästinensischstämmigen Jugendlichen tippe. Als solcher scheint er es nicht gutzuheißen, dass ein libanesischstämmiger Junge ein sexuelles Verhältnis zu einer "Landsfrau" unterhält.
Das bringt ihn so in Rage, dass er seine angestauten Energien sogar auf nekrophile und gerontophil-homosexuelle Weise abreagieren möchte. Erstaunlich!

Dies scheint nun einen Kommentator/eine Kommentatorin zu einer Antwort zu veranlassen. Ist es gar "die Freundin", die sich hier gegen die Beleidigung zur wehr setzen möchte?
"du hurensohn rede nich über tote du basdart sag mal dein namen du kleiner hurensohn"
Diese Retourkutsche verlangt nach sofortiger Antwort:
"SCHNAUZE DU DRECKIGE GUCK DICH SELBER AN DU ABGEFICKTE HURE"
Okay, wir wissen jetzt, dass es sich um junge Frau handeln muss. Und natürlich kann sie diese Pöbelei nicht auf sich sitzen lassen:
"mädschen ihr fickt rum un nennst mich ne hure tzz du bist auch sone libanesen nutte"
Huch? Sollte Kommentarersteller Nummer 1 tatsächlich auch weiblichen Geschlechts sein? Dann erscheinen die erotischen Avancen an den unbekannten Opa natürlich in einem ganz anderen Licht. Oder aber, wir haben es hier schon mit mehreren Personen zu tun. Seltsam.
"Woher willst du wissen das ich ein mädchen bin du hure wallah wenn du sone große fresse hast dan schreib doch dein name ich wette mit dir du wist dein name nicht schreiben weil du dir dan vor angst in die hose machst du durchgenommene"
Oha, da hat sich die Angesprochene wohl doch vertan. Das ist sowohl ärgerlich, als auch peinlich. Nach so einem Fauxpas heißt es Rückzug, oder in die Offensive gehen:
"mann nur weil ich sex hatte bin ich ne nutte was is mit deiner mutter"
 Gute Frage. Eine verzwickte Situation für den so Angesprochenen. Er weicht auch sofort aus:
"Komm halt die fresse !"
Nun kommt aber offensichtlich eine bisher unbeteiligte Person dazu und heizt die Situation grundlos wieder an:
"Nr.1 haha guck mal wer da redet ein mensch ohne land urteilt über menschen die wenigstens ein paradies als land haben"
Das verstehe ich nun nicht. Gehen die beiden Protagonisten nicht auf dieselbe Berliner Schule, leben also auch im selben Land - der Bunten Republik? Na, trotzdem ist sowas nicht nett, und die Sache eskaliert dann auch so langsam. Es geht jetzt wieder um geschlechtliche Vereinigungswünsche, verlorene Heimatländer, Asozialität, Olfaktorisches und Gefängnisaufenthalte, sowie um die Bezeichnung doch offensichtlich nahoststämmiger Mitschüler als "Sinti und Roma". Homosexualität wird thematisiert und es geht um Politik, Ehre, Juden und den Koran. Manches in dem Kuddelmuddel lässt einen dann doch ratlos zurück, wie diese Zitate zum Beispiel:
"lak du zigeuner hurensohn ich fick deine mutter was plos ehren lose ich fick dein vater naundd wir kommen in den knast was is mit euch ihr ehrenlosen hurenkinder kommt ihr nich in den knast oda was und wenn ihr so ein paradies land habt was suchst du in deutschland verpiss dich doch in dein billig land ich fick hassan nasrallah diesen huuurensohn"
"lak du du hurensohn redst über sayed hassan wenigsten besserals hamaz das auf stark tut ihr habt nicht mal waffen wenigsten besüchtzen wir unser land und geben sofor auf wie ihr nuttenkinder kiss e5t hamaz w yali 5ala2o hamaz"
Nachdem dann schon zu ausschließlicher GROSSSCHREIBUNG übergegangen wurde, outen sich auch nach und nach die hier Diskutierenden und verabreden sich zu einem klärenden Konfliktgespräch. Also mit der Anonymität ist es jetzt jedenfalls vorbei.

Wenn ich diesen vorangegangenen Disput so Revue passieren lasse, bin ich eigentlich nicht mehr unbedingt das Ansicht, dass es notwendig ist die virtuellen Klotüren des Internets zu verbieten. Ich denke eher, dass da Ländergrenzen durchaus friedensstiftenden Charakter haben könnten.


(Nachtrag: Ein Kommentator hat mich darauf hingewiesen, dass der oben aufgeführte "Meinungsaustausch" nun doch nichts explizit mit der 20 gegen Einen-Prügelattacke zu tun hat. Da ist mir zweifellos ein Fehler unterlaufen. Allerdings habe ich mich sowieso auf eine unbelegte Sekundärquelle bezogen und hätte auch nicht gedacht, dass es ca 1500 Leser aus dem Spon-Forum hierher verschlägt.
Ich bin nun allerdings umso erschreckter, dass solche Verbalattacken anscheinend Usus sind, auch wenn sie nicht unbedingt in spektakuläre, medienrelevante Gewaltorgien ausufern müssen.)

Donnerstag, 3. März 2011

Der "Schütze" vom Frankfurter Flughafen spielte Ego-Shooter

Ich brech' zusammen. Ist den Medienfuzzis denn eigentlich nichts zu blöd? Erst vermelden sie eine "Schießerei" am Frankfurter Flughafen, obwohl da nix nach High noon aussah, jetzt haben sie aber wenigstens schonmal mitbekommen, dass der Täter Moslem ist.

Auch Kontakt zu radikalen "Predigern" hatte er, aber naja, also ob er Islamist ist wird noch mit einem Fragezeichen versehen. Man will ja keinen vorverurteilen. Also müssen wir wohl warten, bis von Osama bin Ladens Filmstudio ein Bekennervideo veröffentlicht wird. Dann, aber erst dann können wir von einem Terroristen sprechen. Von einem, der den Islam falsch deutete und islamistischen Rattenfängern einer klitzekleinen Splittergruppe der Mohammed-Sympatisanten erlegen ist. Dann wissen wir, dass er auch nur ein Opfer ist.

Vorher aber, und das ist absolut klar, steht schon eines fest, und wir wissen wer die wirklich Schuldigen sind:

Auch im Internet war Arif U. aktiv. Nach hr-Recherchen hatte er im Internet-Portal "Facebook" unter einem Pseudonym ein Profil eingerichtet. In dem Online-Netzwerk finden sich Kontakte zu mehreren islamischen Predigern, die als radikal eingestuft werden. Das Profil zeigt auch, dass der mutmaßliche Täter ein Freund von Egoshooter-Computerspielen und Waffen ist.
Manchmal möchte ich einfach nur durch deutsche Redaktionsstuben laufen und wahllos Backpfeifen verteilen. Ihr habt doch 'nen Radab!

Politplatschquatsch bringt es auf den Punkt

Im Nachtrag möchte ich noch wissen, ob sich muslimisches Flughafenpersonal eigentlich auch der Schuhe, des Gürtels, sämtlichen Fläschchen oder Nagelfeilen entledigen muss, bevor es den Nacktscanner betritt. Ist das so?

Samstag, 26. Februar 2011

"Schaden wird durch einen Heinz-Rühmann-Weg nicht angerichtet"

Gerade habe ich erfahren, dass es in unserer bunten Republik sogar "Sachverständige für Straßennamen" gibt. Ich bin begeistert! Noch toller finde ich, dass diese auch darüber mitentscheiden, wie jemand die Straßen auf seinem Privatgrund benamst. Aber etwas überrascht bin ich, weil der Sachverständige für Straßennamen, Klaus Arlt, es dem Filmpark Babelsberg trotz seiner "ambivalenten Gefühle" gestattet einen Weg auf dessen Gelände nach Heinz Rühmann zu benennen.

Hätte ich früher gewusst, dass bewusster Rühmann irgendwie so eine Art, naja vielleicht nicht gleich Nazi, aber irgendwie doch, also, tja, na eben halt wegen seiner Arbeit, also während der schlimmen Zeit ... na also, dass besagter Rühmann irgendwie so belastet ist, dass eine nichtprivate Straße auf keinen Fall den Namen dieses Herren tragen dürfte ... dann hätte ich mir aber niemals nie nicht seine Filme im bundesrepublikanischen Staatsfernsehen angeguckt.

Bin gespannt, wie lange dieses "Babelsberg" überhaupt noch geduldet wird. Man sollte diesen Ort der Schande eigentlich gerechterweise sofort planieren, bevor er noch als Wallfahrtsstätte von Ewiggestrigen entdeckt wird.

Ist doch alles total nazifiziert da ... UFA, Propaganda, Goebbels, jetzt auch noch ein Heinz-Rühmann-Weg? Wenn dermaleinst das Vierte Reich in Babelsberg seinen Anfang nehmen sollte, sage keiner er habe es nicht kommen sehen können.

Hier gibts das volle Programm.