Montag, 10. Oktober 2011

Cora Stephan schreibt es besser

Als ich gestern abend diesen schönen Artikel (Lesebefehl!) von Cora Stephan las, musste ich erstmal schlucken. Deutschland einig "Mamaland"? Mit so treffenden Beschreibungen wie dieser hier:
Die Muttilation erfasst alle Lebensbereiche. Keine Internationale Automobilausstellung ohne die Warnhinweise sanfter Moderatorinnenstimmen, dass PS-starke Autos Umweltzerstörer und Phallussymbole sind und wir es doch bitte lieber nachhaltig und klein hätten. Schlimm genug, dass aufstrebende Länder gentechnisch verändert essen und aufgemotzte Boliden fahren wollen, aber wenigstens an Deutschland soll die Welt nicht mehr zugrundegehen. Schon der Kinder wegen, auch wenn man hierzulande immer weniger davon bekommt.
Und das ist vielleicht auch besser so. Denn für kleine Jungs, die schon im Sandkasten einen Fahrradhelm tragen müssen, ist Mamas schützende Hand eine echte Plage. Übrigens auch für kleine Mädchen, die solche Mamasöhnchen später mal heiraten sollen, und für eine Alternative dankbar wären.
Das sitzt. Und das passt haargenau zu meiner hier gemachten Beobachtung der "Muttigesellschaft", die in ihrem Anspruch auf Allumarmung auch derer, die sich nicht umarmen lassen wollen, die Probleme bei den anderen, statt bei sich selbst sucht.

Hoppala ... nicht das ich mich unbewusst von Cora Stephan habe inspirieren lassen? Nein, Glück gehabt. Mein Artikel ist einen Tag früher erschienen. Dafür ist Frau Stephans besser und lässt erstens Hoffnung, und mich zweitens darüber nachdenken, ob meine Wahrnehmung nicht doch durch meinen täglichen medialen Input verzerrt wird. Sie schreibt:
In Mamaland gibt es nicht nur ein oder zwei Parallelgesellschaften. Politik und Öffentlichkeit blenden die interessantesten gern aus. Weshalb man davon ausgehen kann, dass der Erfindergeist seine Heimat heute in der größten Partei von allen findet: in der der Nichtwähler. Weil er bei fast allen relevanten Debatten in der Öffentlichkeit intonieren müsste, was einst Minderheiten zu behaupten pflegten: ich komme hier wieder einmal nicht vor.
Ja, die einen tun, während die anderen sich ständig Sorgen machen und Befürchtungen hegen. ... und nur letztere reden auch ständig darüber. Mamalands Mundwerkler räsonnieren und wiegen bedächtigt die Häupter. Und unsereiner hört ihnen auch noch zu, regt sich darüber auf, und textet seine Widerworte anschließend in die kleinen, feinen Ecken des politischen Minderheitenprogramms im Netz.

Ach, vielleicht höre ich ja wirklich einfach zuviel Radio.


Auch Politplatschquatsch verneigt sich.

Kommentare:

  1. Danke! Was für ein schmeichelhaftes Kompliment. Und ich höre offenbar auch zuviel Radio. Seufz. Ihre Cora Stephan

    AntwortenLöschen
  2. Und ich hab tatsächlich NICHT von Ihnen abgeschrieben!

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Cora Stephan,

    DAS halte ich auch für ausgeschlossen. :-)

    Ich habe mich aber doch erst mal bang vergewissert, dass mein Text nicht nach Ihrem erschienen ist. Man will ja auch nicht wie ein Nacherzähler dastehen.

    Beste Grüße, Ihr Calimero

    AntwortenLöschen
  4. In der Tat ein bemerkenswerter Artikel. Allerdings muss ich einwerfen dass diese Problematik keineswegs neu oder gerade erst erkannt worden ist.

    Der schweizer Blogger Carolus Magnus (Sackstark.info) befasst sich seit Jahren mit dieser Problematik, unter weiteren hierzulande gutmenschlich verbrämt- und herbeimanipulierten Themen wie beispielsweise dem "Nichtraucherschutz" und dem "Klimaschutz".

    Der Terminus "Muttigesellschaft" wird den Vorgängen nicht gerecht, der "Nannystaat" eher, -und der wird international seit längerem diskutiert.

    Dies soll weder den Artikel von Calimero noch den der Frau Stephan herabwürdigen..., - nur einen Anstoß zu weiteren und vor allem das gesammte "Phänomen" umsassenden Recherchen geben. Ausserdem sollte bei der Benennung solcher Tatsachen nicht nur der Ist-Zustand beschrieben werden, sondern vor allem wem wir diesen Zustand zu verdanken haben, und vor allem warum. Dabei sollte man auf "political correctness" und Rücksicht auf linkgsgrüne Demagogien und Ideologische Verquasungen verzichten (was bei Calimero ja stets der Fall ist).

    Mit besten Grüßen,
    Orwell

    http://sackstark.info

    AntwortenLöschen
  5. Das Bundesferkel Erika ist KEIN "Irrtum", sondern von interessierter Seite aus gewollt und eingerührt. Und gewisse Ereignisse der jüngeren Geschichte sind nicht unumstritten...
    -Hildesvin-

    AntwortenLöschen